Marienthal

Juden in Marienthal

Die ehemalige Synagoge

Marienthal ist ein Stadtteil der Stadt Rockenhausen in der Pfalz. Rockenhausen liegt westlich von Worms im Donnersbergkreis. Jüdische Bewohner sind im Ort bereits in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts nachgewiesen. Nach einer Zahl von 120 Bewohnern um 1850 setzte die Landflucht und sonstige Abwanderung der Gemeinde stark zu. In der Blütezeit besaß Marienthal eine kleine Synagoge und eine Schule mit Lehrer. Die Gemeinde löste sich kurz nach dem Beginn des 19. Jahrhunderts auf, die Synagoge wurde verkauft. Ein Landwirt benutzte das Gebäude als Lagerraum und entfernte die gesamte Inneneinrichtung samt dem gemalten Sternenhimmel. Das Gebäude ist erhalten.

1925 starb das letzte Gemeindemitglied.

Der Friedhof befindet sich im Süden der Gemeinde.


Der Friedhof von Marienthal

Der Friedhof liegt an einem Hang südwestlich des Ortes an der Strasse Rockenhausen – Falkenstein. Die erste Beerdigung fand im Jahre 1844 statt. Im Jahre 1932 wurde die letzte Bewohnerin der Gemeinde hier beigesetzt.


Quellen und Literatur von Marienthal

Karmann, Paul, Geschichte der Juden in der Nordpfalz,5

Band 5: Die alte Synagoge in Marienthal, Rockenhausen 1984

Kukatzki, Bernhard, Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in der Verbandsgemeinde Rockenhausen Landau 2000

Link: Alicke, Hans-Dieter, Lexikon der jüdischen Gemmeinden

Link : Die Synagoge, Alemannia judaica

Link: Der jüdische Friedhof von Marienthal

Fotos: Heiner Knester, Ilvesheim, Text: Gisela&Wolfgang Heumann, 11/2016

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