Mehlingen

Juden in Mehlingen

Mehlingen ist Teil der Enkenbach-Alsenborn, ein Zusammenschluss mehrerer kleiner Dörfer im Umland von Kaiserslautern.

Über jüdische Bewohner wird erstmals 1803 berichtet, damals lebten 56 Personen im Ort. Eine Synagoge war nicht vorhanden, jedoch existierte ein Schulhaus, das zeitweise auch als Bethaus genutzt wurde.

Lebten um 1840 noch 80 Personen jüdischen Glaubens in Mehlingen, so sank die Zahl bis Ende des 19. Jahrhunderts auf nur noch wenige Einzelpersonen. Mitte der 1920er Jahre befanden sich keine Juden mehr im Ort.


Der Friedhof in Mehlingen

Tafel am Eingang

In Mehlingen entstand um 1800 ein neuer Friedhof, der als Verbandsfriedhof für mehrere jüdische Gemeinden der Umgebung einschließlich der Stadt Kaiserslautern diente.
In der NS-Zeit wurde der Friedhof wiederholt geplündert, jedoch anschließend wieder hergerichtet. Auch später wurde er wieder bei Manövern beschädigt, aber auch dann wieder instandgesetzt.
Auf 1710 m² Fläche befinden sich heute 194 Grabsteine.

Ein schon früher vorhandener „alter“ Friedhof wurde beim Bau eines US-Flugplatzes eingeebnet, Grabsteine sind nicht erhalten.

Eindrücke von den Grabsteinen


Quellen und Literatur

Alicke, Klaus-Dieter, Lexikon der jüdischen Gemeinden im Deutschen Sprachraum, 2008 Gütersloher Verlagshaus

Horter, Lothar, Tilly, Michael: Mahnende Zeugen der Vergangenheit, Otterbach 1998,

https://de.wikipedia.org/wiki/Mehlingen

Autoren: Bilder: Heiner Knester, Ilvesheim, Text: Dietrich Bösenberg, Donauwörth

Show CommentsClose Comments

Leave a comment