Münsterappel

Jüdische Vergangenheit in Münsterappel

Münsterappel gehört zur Verbandsgemeinde Alsenz-Obermoschel im Donnersbergkreis (Nordpfalz).

Mitte des 16. Jahrhunderts wird erstmals ein Jude am Ort erwaähnt, allerdings entwickelte sich eine kleine Gemeinde erst Anfang des 19. Jahrhunderts. Sie erreichte um 1829/1830 mit 79 Personen ihre höchste Mitgliederzahl. Die Gemeinde besass eine Synagoge, die später verkauft wurde. Heute ist sie ein Privathaus. Die Gemeinde musste wegen des starken Mitgliederschwunds aufgelöst.


Der Friedhof in Münsterappel

Grabstein in Münsterappel

1825 (oder schon 1800) wurde in Münsterappel ein jüdischer Friedhof angelegt, dessen Fläche 1150 m² beträgt. (Andere Quellen nenn 880 m²). Er liegt malerisch an einem Steilhang, 25 Grabsteine sind noch erhalten. Dabei diente er auch als Begräbnisstätte für einige andere jüdische Gemeinden in der Umgebung.

Friedhofsansichten


Quellen und Literatur

Karmann, Paul: Jüdisches Leben in der Nordpfalz, 1992, (eine Dokumentation des Nordpfälzer Geschichtsvereins, verfasst von einem Autorenteam)

Strehlen/Peters: Beiträge zur Jüdischen Geschichte und zur Gedenkstättenarbeit in Rheinland-Pfalz, in Sachor, Heft 16, 2/98

http://jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/m-o/1362-muensterappel-rheinland-pfalz

https://de.wikipedia.org/wiki/Jüdischer_Friedhof_(Münsterappel)

Autoren: Fotos Hans Martin  Brück, Dossenheim, Text Dietrich Bösenberg, Donauwörth 04/18

Show CommentsClose Comments

Leave a comment