Oberlustadt

Juden in Oberlustadt

Die ursprünglich getrennten Orte Oberlustadt und Niederlustadt bilden heute zusammen die Gemeinde Lustadt im Kreis Germersheim.

Eine jüdische Gemeinde entstand vermutlich schon Ende des 18. Jahrhunderts. Im Jahre 1800 lebten 53 Juden in Oberlustadt, weitere 40 Personen in Niederlustadt (1801). Eine Synagoge entstand 1851, außerdem existierte eine eigene Elementarschule sowie eine Mikwe.

Nachdem schon Ende des 19. Jahrhunderts die jüdische Bevölkerung deutlich zurückgegangen war, reduzierte sie sich in der NS-Zeit noch mehr, die Nazis deportierten die letzten 10 Juden 1940 nach Gurs. Die Synagoge fiel dem November-Pogrom 1938 zum Opfer.


Der Friedhof in Oberlustadt

Die Entstehung des Friedhofs wird hier mit 1770 genannt, andere Quellen sagen 1828

Die Tafel am Eingang des Friedhofs nennt 1770 als Jahr der Entstehung, andere Quellen sprechen von 1828. Seine Fläche beträgt 20,8 a. Zahlreiche Grabsteine sind erhalten, sie weisen vielerlei interessante Ausschmückungen und Symbole auf. Lage und Zustand des Friedhofs vermitteln einen Eindruck von Ruhe und Frieden.

Obwohl über die Entstehung des Friedhofs nicht allzuviel Informationen vorliegen, sprechen die Grabsteine eine eindrucksvolle Sprache.

Eindrücke vom Lustadter Friedhof

Die Grabsteine zeigen vielfältige, schön gestaltete Formen


Quellen und Literatur

http://www.zentralarchiv.uni-hd.de/FRIEDHOF/PFALZ/PROJEKTE/f-rlp-nz.htm

http://www.alemannia-judaica.de/oberlustadt_synagoge.htm

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/m-o/1491-oberlustadt-rheinland-pfalz

Autoren: Heiner Knester, Ilvesheim, Dietrich Bösenberg, Donauwörth

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