Obermoschel

Juden in Obermoschel

Ortswappen (wikipedia public domain)

Obermoschel ist eine Kleinstadt mit rund 1200 Einwohnern und bildet mit Alsenz eine Verbandsgemeinde. Sie gehört zum Donnersbergkreis.

Juden müssen schon im 14. Jahrhundert hier gewohnt haben, denn die Pestpogrome 1348 wüteten nachweislich auch hier.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde die Niederlassung einiger weniger Juden erlaubt (1699 4 Familien). Im 19. Jahrhundert stieg ihre Zahl vorübergehend auf 876 Personen an. 1843/44 konnte eine Synagoge erbaut werden, sie erlitt dann 1938 die Schändung durch die NS-Schergen. Das Gebäude selbst blieb erhalten und wurde  nach Kriegsende von den jüdischen Eigentümern verkauft.

Zur Erinnerung an die ehemalige Synagoge und die jüdischen Mitbürger

Der Friedhof in Obermoschel

Das Friedhofstor

1819 legte die Gemeinde ihren eigenen Friedhof an. Er liegt an einem Berghang und weist die Form eines gleichschenkligen Dreiecks auf (Karmann). Rund 70 Steine sind erhalten.

Der Friedhof und die Grabstätten

Beispiele


Quellen und Literatur

Karmann, Paul: Jüdisches Leben in der Nordpfalz. Eine Dokumentation des Nordpfälzer Geschichtsvereins von einem Autorenteam des NGV. 1992.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jüdischer_Friedhof_(Obermoschel)

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/m-o/1492-obermoschel-rheinland-pfalz

Autoren: Fotos: Hans Martin Brück, Dossenheim; , Text Dietrich Bösenberg, Donauwörth  05/18

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