Otterstadt

Juden in Otterstadt

Otterstadt liegt in der Nähe von Speyer und gehört zur Verbandsgemeinde Waldsee. Von der Anwesenheit von jüdischen Bewohnern um 1680 zeugen Dokumente über „Judenschutzgelder“. Ihre Zahl blieb gering und erreichte mit 79 Personen im Jahre 1850 ihren Höchststand. Zu diesem Zeitpunkt entstand dann auch eine jüdische Kultusgmeinde. Eine Synagoge unterhielt man in einem Privathaus, wo sich auch eine Lehrerwohnung befand. Im Jahre 1910 musste die Synagoge wegen des Rückgangs der Gemeindemitglieder aufgegeben werden und wurde verkauft. 19256 lebten in Otterstadt noch 3 Juden, ab 1938 gab es keine jüdischen Einwohner mehr im Ort.


Der Friedhof

Tafel am Eingang

1828 wurde in Otterstadt ein jüdischer Friedhof angelegt, der auch von benachbarten Gemeinden mitbenutzt werden konnte. Vergrößerungen erfolgten 1840 un d nochmals 1869. Seine Grösse beträgt zu dieser Zet 940 m2, 157 Grabsteine sind erhalten. 1938 fand die ltzte Beerdigung statt. Der Friedhof wurde nach Schäden durch Vernachlässigung 1960 wiederhergestellt und seither sorgfältig gepflegt. Davon zeugt der Wortlaut eines Entwurfes für eine Rechtsverordnung für den Friedhof  durch den Kreis Ludwigshafen:
„Er stellt ein Zeugnis insbesondere des künstlerischen Schaffens und des handwerklichen Wirkens dar. An seiner Erhaltung besteht aus wissenschaftlichen und künstlerischen Gründen sowie zur Förderung des geschichtlichen Bewusstseins und der Heimatverbundenheit ein öffentliches Interesse.“

Eindrücke vom Otterstadter Friedhof


Quellen und Literatur

Kukatzki, Bernhard: Der jüdische Friedhof Otterstadt, 1990

Diamant, Adolf: Jüdische Friedhöfe in Deutschland, eine Bestandsaufnahme, 1982

http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/PFALZ/PROJEKTE/f-rlp-nz.htm

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/m-o/1548-otterstadt-rheinland-pfalz

Autoren: Heiner Knester, Ilvesheim und Dietrich Bösenberg, Donauwörth

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