Pirmasens

Juden in Pirmasens

Stadtwappen von Pirmasens Foto wikipedia gemeinfrei

Als Sitz des Landkreises Südwestpfalz hat sich Pirmasens zu einer Stadt mit rund 42.000 Einwohnern entwickelt. Die einst zentrale Bedeutung für die Produktion von Schuhen besteht nicht mehr und die Stadt bemüht sich um eine Weiterentwicklung.

Juden sind in Pirmasens seit dem 18. Jahrhundert angesiedelt. Um 1790 wurden bereits weit über 100 jüdische Bewohner gezählt. Sie brachten durch ihre Zusatzabgaben nicht nur willkommene Einnahmen für die Obrigkeit, sondern belebten auch generell Handel und Wandel in der Region.
Zu dieser Zeit existierten schon diverse jüdische Einrichtungen, neben einer Synagoge g<b es ein Ritualbad und bald auch einen Friedhof. 1880 entstand eine neue, grössere Synagoge, die allerdings 1938 dem Novemberpogrom der Nazis zum Opfer fiel. Eine jüdische Schule bestand bis in die Anfangszeit der NS-Herrschaft. Die um 1930 immerhin auf rund 800 Personen angewachsene jüdische Bevölkerung war in den 1940-er Jahren auf nur noch rund 10 geschrumpft.


Der Waldfriedhof in Pirmasens

Der Waldfriedhof

Innerhalb des städtischen Waldfriedhofs existiert auch ein jüdischer Teil.. Er wurde ab 1927 belegt, zuletzt im Jahre 1944. 64 Grabsteine sind auf einer Fläche von 3766 m² erhalten.

Besondere Grabmale

weitere Eindrücke vom Waldfriedhof

Der Friedhof an der Ottostraße

Von 1876 an hatte die jüdische Gemeinde ein eigenes Gelände als Teil des städtischen Alten Friedhofs in der Ottostraße. Die Begräbnisstätte hat eine Ausdehnung von 1810 m². Sie wurde in der NS-Zeit völlig zerstört und abgeräumt. Nach 1945 wurden  17 Grabsteine wieder aufgestellt.

Der Alte Friedhöf an der Zeppelinstraße

Ab 1813 hatte Pirmasens am Gefällerweg/jetzt Zeppelinstraße einen eigenen Friedhof, nachdem bis dahin die Toten in der Umgebung, u.a. in Annweiler, bestattet worden waren. Das Areal hat eine Fläche von 1360 m², auf der 95 Grabsteine erhalten sind. Der Friedhof war 1876 voll belegt und wurde geschlossen.


Quellen und Literatur

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/p-r/1577-pirmasens-rheinland-pfalz

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdische_Friedh%C3%B6fe_in_Pirmasens

http://www.alemannia-judaica.de/pirmasens_friedhof.htm

http://www.herbstwind-online.de/WebGUI/www/uploads/2142/Broschre_2_Endredaktion_Sickingerhhe___Endgltige_Fassung.pdf

http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/PFALZ/PROJEKTE/f-rlp-nz.htm

Juden in Pirmasens. Spuren ihrer Geschichte, zusammengestellt von Bernhard Kukatzki, Dunja Maurer, Heike Wittmer und dem Arbeitskreis Geschichte der Juden in Pirmansens, Stadtverwaltung Pirmasens, 2004; 565 S.

Hermann Arnold, Juden in der Pfalz – Vom Leben pfälzischer Juden, Pfälzische Verlagsanstalt, Landau/Pfalz 1986

Autoren: Fotos Hans Martin Brück, Dossenheim, Text Dietrich Bösenberg, Donauwörth 03/2018

Show CommentsClose Comments

Leave a comment