Lodz

Juden in Lodz

Lodz ist die drittgrößte Stadt Polens. Sie liegt im Zentrum des Landes etwa 120 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Warschau. Lodz beherbergt zahlreiche Industriesparten und ist Universitätsstadt.

1848 erlaubte man Juden, sich in Lodz anzusiedeln. Im Jahre 1882 wurde die erste Synagoge erbaut.

Die Anzahl der Juden in Lodz lag 1935 bei 230000.

Zu trauriger Berühmtheit gelangte Lodz durch das Ghetto Litzmannstadt, in das viele Juden aus anderen Ländern transportiert wurden, bevor sie in den Vernichtungslagern Kulmhof, Auschwitz, Majdanek, Treblinka und Sobibor ermordet wurden.

In Lodz besteht heute nur noch eine kleine jüdische Gemeinde.


Der Friedhof von Lodz

Vom Jahre 1811 an gab es einen jüdischen Friedhof an der Wesola Straße. Er wurde geschlossen, als der neue Friedhof im Jahre 1892 gegründet wurde. Der alte Friedhof wurde ab 1942 zerstört, die Steine als Straßenpflaster missbraucht. Endgültig zerstört wurde der Friedhof in den 50er Jahren.

Auf dem neuen Friedhof befinden sich 180000 Gräber mit 65000 Steinen. Zahlreiche Opfer aus dem Ghetto Litzmannstadt wurden hier beigesetzt.

Von der Anzahl der Grabstellen her ist es der größte jüdische Friedhof Europas.

Zahlreiche Grabsteine sind auch kunsthistorisch interessant. Da größte Grabmal ist das Mausoleum des Israel Poznanski. Es ist sieben Meter hoch und sehr aufwändig gestaltet.

Erst seit den 90er Jahren hat man sich bemüht, den Friedhof wieder herzurichten und zu renovieren.

Heute befinden sich Friedhof und angeschlossene Gebäude in einem guten Zustand.

zu den Quellen und der Literatur

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