Alsheim

Juden in Alsheim

Die ehemals selbständige Gemeinde Alsheim ist heute ein Stadtteil von Worms. Sie liegt direkt in den Weinbergen. Jüdische Familien sind in geringer Zahl  seit etwa 1550 hier ansässig. 1750 konnte eine Gemeinde gebildet werden. Einen Betraum hat zu dieser Zeit ein Gemeindemitglied in seinem Privathaus zur Verfügung gestellt. 1842/43 wurde dann eine eigene Synagoge gebaut, die auch ein Ritualbad und die Lehrerwohnung enthielt.

Es wird berichtet, dass vor allem Ende des 19./ Anfang des 20. Jahrhunderts die jüdische Gemeinde vorbildlich in sozialer und gesellschaftlicher Hinsicht tätig war. Wohltätige Stiftungen für Juden und Nichtjuden gehörten dazu. In der NS-Zeit verließen immer mehr Juden den Ort, die Gemeinde erlosch.


Der Friedhof

Einen eigenen Friedhof hatte Alsheim seit 1896. Er diente auch für einige andere Gemeinden der Umgebung als Begräbnisstätte. Er hat eine Fläche von 6,38 a und ist von einer Steinmauer umgeben. Heutzutage liegt er in unmittelbarer Nähe zu einer Bundesstraße.

Namen von Verstorbenen, die häufig anzutreffen sind lauten David, Mayer, Oppenheimer und Schlösser, sie geben einen Einblick in die Struktur der jüdischen Bevölkerung.

Eindrücke vom Alsheimer Friedhof


Quellen und Literatur

Arnsberg, Paul: Die jüdischen Gemeinden in Hessen, Frankfurt 1971

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/a-b/202-alsheim-rheinland-pfalz

Autoren: Heiner Knester, Ilvesheim, Dietrich Bösenberg, Donauwörth

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