Hahnheim

Juden in Hahnheim

Gedenkstein für die ermordeten Juden aus Hahnheim

Im rheinhessischen Weinbaugebiet liegt die kleine Ortscvhaft Hahnheim, die inzwischen zur Verbandgemeinde Nierstein-Oppenheim gehört.

Hier und in den zugehörigen Dörfern Mommenheim und Selzen sind Juden schon frühzeitig ansässig, eine schriftliche Erwähnung erscheint erstmals 1723. In Hahnheim bildet sich um 1830 eine jüdische Kultusgemeinde. 1840 errichtet man eine Synagoge für die damals stark wachsende Gemeinde, die um 1850 fast 100 Angehörige zählt.
Die Synagoge wird 1938 Opfer der Novemberpogrome, dabei wird das Gebäude vollständig zerstört.


Der Friedhof in Hahnheim

Um 1884 wird in Hahnheim ein eigener Friedhof angelegt. Er liegt bis heute einsam auf weitem Feld, erkennbar an der umgebenden Baumgruppe. Seine Fläche beträgt 11,22 Ar, er wurde 1944/45 praktisch zerstört und die Grabsteine für eine Panzersperre verwendet. – Die Ortsgemeinde stellte den Friedhof 1948 wieder her, 16 Grabsteine und Fragmente sind erhalten.


Quellen und Literatur

Arnsberg, Paul, Die jüdischen Gemeinden in Hessen, Frankfurt/M. 1971

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/h-j/821-hahnheim-selz-rheinland-pfalz

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_%28Hahnheim%29

Autoren: Fotos 12/2015 Heiner Knester, Ilvesheim, Text Dietrich Bösenberg, Donauwörth

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