Nieder-Saulheim (Saulheim)

Juden in Nieder-Saulheim (Saulheim)

Der kleine Ort bildet zusammen mit Ober-Saulheim die Gemeinde Saulheim, die zur Verbandsgemeinde Wörrstadt im Landkreis Alzey-Worms gehört.

Die erste Erwähnung gehört von Juden datiert vom Jahre 1548. Weitere Zahlen sind erst aus dem 19. Jahrhundert bekannt: 1848 sind 14 jüdische Familien aktenkundig, 1880 werden 64 Personen genannt.
1932 gab es noch 32 Juden, 1938 dann nur noch ca. 20, die noch bestehende Gemeinde löste sich in diesem Jahr auf. Im November-Pogrom 1938 wurde der bis dahin noch benutzte Betraum zerstört. Viele der noch im Ort wohnenden Juden wurden von den Nationalsozialisten ermordet.
Am Rathaus erinnert eine Gedenktafel an die jüdische Vergangenheit.


Der Friedhof

Die jüdische Gemeinde Nieder-Saulheim konnte erst 1926 einen eigenen Friedhof anlegen, zuvor waren die Verstorbenen u.a. in Jugenheim bestattet worden. Diese Begräbnisstätte liegt innerhalb des christlichen Friedhofs, sie hat eine Fläche von 255 m², 26 Grabsteine sind erhalten.


Quellen und Literatur

Bernhard Kukatzki, Der jüdische Friedhof in (Nieder-)Hochstadt, Hrg. Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Pfalz, Landau i.d. Pf. 1995

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/h-j/922-hochstadt-frueher-niederhochstadt-rheinland-pfalz

http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/PFALZ/PROJEKTE/f-rlp-nz.htm

http://www.alemannia-judaica.de/niederhochstadt_synagoge.htm

Autoren: Heiner Knester, Ilvesheim, Dietrich Bösenberg, Donauwörth

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