Oppenheim

Juden in Oppenheim

Das im Umfeld der Städte Mainz und Worms liegende Oppenheim hatte schon im Mittelalter Weinberge. Es gehört zu den Orten sehr früher Niederlassung von Juden. Die erste Erwähnung von steuerpflichtigen Juden stammt von 1241. 1285 muss schon  eine Gemeinde bestanden haben, was aus der Erwähnung einer  Synagoge geschlossen werden kann. Diese wurde 1349 zerstört, ein Stück des Türsturzes wurde erst in neuerer Zeit im uralten „Gelben Haus“ identifiziert, es trägt eine hebräische Inschrift, die zur Vermutung Anlass gibt, das Gebäude könne  zeitweise als Bethaus verwendet worden sein.

Die jüdische Gemeinde musste mit ihren Steuern die „Burgmannen“, d.h. die Besitzer der Burg Landscron finanzieren und standen daher unter ihrem Schutz.

Bis zum 17. Jahrhundert waren nur noch wenige jüdische Familien hier ansässig. Erst im 18. Jahrhundert stieg ihre Zahl etwas an, mit 204 Personen war 1852 der Höchststand erreicht.
Die NS-Herrschaft hat zum Ende der jüdischen Gemeinde geführt, ein Grossteil der verbliebenen Juden wurden Opfer des Naziterrors.


Der Friedhof

Schon vor 1736 soll der heutige Friedhof bestanden haben. Auf einer Fläche von rund 20 ar sind 270 Grabsteine erhalten.

Eindrücke vom Oppenheimer Friedhof


Quellen und Literatur

Arnsberg, Paul: Die jüdischen Gemeinden in Hessen, Frankfurt/M. 1971

http://www.zentralarchiv.uni-hd.de/FRIEDHOF/PFALZ/PROJEKTE/f-rlp-nz.htm#Oppenheim

http://www.regionalgeschichte.net/rheinhessen/oppenheim/einzelaspekte/geschichte-der-juedischen-gemeinde.html

Autoren:
Bilder: Heiner Knester, Ilvesheim, Text: Dietrich Bösenberg, Donauwörth (12/2015)

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