Wallertheim

Juden in Wallertheim

Die ehemalige Synagoge in Wallertheim

Wallertheim liegt in Rheinhessen im Landkreis Alzey-Worms.

Juden sind hier seit Mitte des 16. Jahrhunderts ansässig. Ende des 17. Jahrhunderts finden sich jüdische Namen, die auf sephardische Herkunft – aus Spanien – schliessen lassen.
Die Zahl der Juden erreichte Mitte des 19. Jahrhunderts 70 Personen, danach sank die Zahl wieder, weil viele Familien aus- oder abwanderten.

Um 1855 gab es hier eine Synagoge, außerdem eine Mikwe und eine jüdische Schule.
Im November 1938 wurden die Synagoge sowie die jüdischen Geschäfte geplündert. 1940 liebten keine Jude mehr in Wallertheim.


Die Friedhöfe in Wallertheim

Der Eingang zum neuen Friedhof

In Wallertheim gab es einen schon 1690 angelegten jüdischen Friedhof, er wurde 1840 geschlossen und 1940 in der NS-Zeit eingeebnet. Nachdem es zunächst in Privateigentum übergegangen war, konnte das Gelände 2011 wieder als Ruhestätte verstorbener Juden ausgewiesen werden. Auch einige Grabsteine sind noch vorhanden.

Ein neuer Friedhof entstand 1840 mit einer Fläche von 824 m², dort stehen noch 40 Grabsteine.

Zwei Bilder vom alten Friedhof

Ansichten vom neuen Friedhof


Quellen und Literatur

Arnsberg, Paul, Die jüdischen Gemeinden in Hessen, Frankfurt/M. 1971

http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/PFALZ/PROJEKTE/f-rlp-nz.htm#WallertheimAFhttp://www.alemannia-judaica.de/wallertheim_friedhof.htmhttp://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/u-z/2032-wallertheim-rheinland-pfalz

Autoren: Fotos 12/2015 Heiner Knester, Ilvesheim, Text Dietrich Bösenberg, Donauwörth

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