Wöllstein

Juden in Wöllstein

Die ehemalige Synagoge

Wöllstein ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Alzey-Worms.

Bald nach 1800 siedelten sich einige Juden in Wöllstein an und bildeten um 1820 eine selbständige Gemeinde. 1895 waren es anscheinend schon 95 jüdische Bewohner, allerdings ging ihre Zahl bis zum Beginn der NS-Zeit 1933 auf 45 zurück.

Wegen der zunehmenden Verfolgungen und Misshandlungen zogen viele Familien weg, teils in die USA, teils in umliegende Städte, wo sie jedoch trotzdem Opfer des Nazi-Terrors wurden.


Der Friedhof in Wöllstein mit Siefersheim

Der jüdische Friedhof in Wöllstein wurde vermutlich 1820 bei der Gründung der Gemeinde angelegt. Auf einer Fläche von 1172 m² sind noch eine Anzahl Grabsteine erhalten.

In dem zur Verbandsgemeinde Wöllstein gehörenden Ort Siefersheim, einem Weinort mit ca. 1300 Einwohnern, stehen auf dem kommunalen Friedhof zwei  jüdische Grabsteine. Hier ruhen der 1914 verstorbene Philipp Keller sowie drei weitere Namensträger Keller, August, Auguste und Rosina, gestorben zwischen 1916 und 1918.

Die Gräber in Wöllstein

Die beiden Gräber in Siefersheim

Der Eingang zum kommunalen Friedhof mit den beiden jüdischen  Grabstätten.


Quellen und Literatur

Arnsberg, Paul, Die jüdischen Gemeinden in Hessen, Frankfurt/M. 1971

http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/PFALZ/PROJEKTE/f-rlp-nz.htm#W%C3%B6llstein

http://www.alemannia-judaica.de/woellstein_friedhof.htm

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/u-z/2126-woellstein-rheinland-pfalz

Autoren: Fotos 12/2015 Heiner Knester, Ilvesheim, Text Dietrich Bösenberg, Donauwörth

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