Wörrstadt

Juden in Wörrstadt

In der vom Weinbau geprägten Stadt haben vermutlich Juden schon im 16. Jahrhundert gelebt, dauerhafte Niederlassungen sind erst aus der Mitte des 18. Jahrhunderts bekannt. Für 1861 sind 115 hier lebende Juden verzeichnet, danach sank ihre Zahl erheblich ab.  Ihre Tätigkeiten waren Anfang des 19. Jahrhunderts hauptsächlich der Viehhandel, 100 Jahre später war der Weinhandel von grosser Bedeutung.

In der NS-Zeit zogen viele jüdische Familien in andere Städte, anderen gelang die Auswanderung. 1939 leben in Wörrstadt keine Juden mehr. Die noch vorhandene Synagoge wurde von den Nazis niedergebrannt.  Später wurde das Gebäude von der Ortsgemeinde zu einem Wohnhaus umgebaut.


Die Friedhöfe in Wörrstadt

Es besteht ein älterer Friedhof, dessen genaues Entstehungsjahr nicht bekannt ist vermutlich vor 1850. Sieben Grabsteine sind noch sichtbar. Um 1870 entstand direkt beim kommunalen Friedhof eine neue Begräbnisstätte, die bis 1937 benutzt wurde. Zwischen 60 und 80 Grabsteine sind noch vorhanden.

Der alte Friedhof

Der alte Friedhof mit seinen nur noch 7 Steinen bietet einen stimmungsvollen Anblick.

Der neue Friedhof

Auch auf dem neuen Friedhof bietet sich ein ruhiger, stimmungsvoller Eindruck.


Quellen und Literatur

Arnsberg, Paul: Die jüdischen Gemeinden in Hessen, Frankfurt/M. 1971

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/u-z/2133-woerrstadt-rheinland-pfalz

http://www.zentralarchiv.uni-hd.de/FRIEDHOF/PFALZ/PROJEKTE/f-rlp-nz.htm#W%C3%B6rrstadtNF

Autoren:

Bilder: Heiner Knester, Ilvesheim, Text: Dietrich Bösenberg, Donauwörth (12/2015)

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