Bedburg an der Erft

Juden in Bedburg an der Erft

Wappen von Bedburg – Wikipedia commons

Juden wurden in Bedburg erst gegen 1620 nachgewiesen. Im benachbarten Kaster waren jüdische Bürger schon 300 Jahre früher ansässig. Um 1900 erreichte die Besiedlung mit fast 100 Gemeindemitgliedern die Höchstmarke. Den Juden in Bedburg ging es finanziell sehr gut. Trotzdem war die Synagoge sehr klein und schmucklos.

Die Synagoge lässt sich um 1800 in der Graf-Salm-Strasse nachweisen. Sie wurde 1938 demoliert und nach einem Fliegerangriff abgerissen. Im Ort wurde von Adolph Silverberg eine Seidenspinnerei, um 1900 die Fortuna AG, aus der die spätere RAG und Rheinbraumn entstand.

Die Bewohner der Stadt wurden verfolgt und soweit sie nicht auswandern konnten, verschleppt und getötet.


Der jüdische Friedhof von Bedburg

Es bestand ein alter Friedhof In den Gärten“ von 1839. Er war zwar als Friedhof ausgewiesen, wurde nicht benutzt. Die Gemeinde musste ihn 1938 verkaufen.

Der neue Friedhof Am Sandberg wurde von 1832 bis 1940 belegt. Hier stehen heute 53 Grabsteine.


Quellen & Literatur

Pracht-Jörns, Elfi, Jüdisches Kulturerbe in NRW, Bachem, Köln, 1997

Gert Friedt, Grabsteine erinnern. Judenfriedhöfe in Bedburg/Erft. Herausgeber:  Verein für Geschichte und Heimatkunde Bedburg e.V. 1998

Bilder und Texte: Gisela&Wolfgang Heumann, 12_2017

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