Düsseldorf

Jüdisches Leben in Düsseldorf

Die neue Synagoge Wikipedia Creative Commons

Düsseldorf ist die Hauptstadt von Nordrhein – Westfalen. Die Stadt liegt am Rhein und war schon früh die Hauprtstadt der Region. Erst im Jahre 1622 begann die Ansiedlung von Juden in der Stadt. Um 1700 wurde die erste Synagoge gebaut. Erst im 19. Jahrhundert kam es zu einem deutlichen Wachstum der bis dahin kleinen Gemeinde. Im Jahre 1930 umfasste die Gemeinde 3400 Mitglieder. Bekannte Bauten sind das Kaufhaus Tietz, das heutige Carsch – Haus und zahlreiche andere grosse Kaufhäuser. Die Gemeinde Düsseldorf wies immer einen hohen Anteil von orthodoxen Ostjuden auf.

Ab 1790 bestand die Synagoge an der Kasernenstrasse. Sie wurde 1938 durch Brandstiftung zerstört.

Die Mitglieder der jüdischen Gemeinde wurden, soweit sie sich nicht retten konnten, verschleppt und ermordet.

Seit 1959 steht die neue Synagoge an der Zietenstrasse.


Die Friedhöfe

Der erste Friedhof befand sich ab 1438 in den Flingergeisten. Danach wurde in der heutigen Karlstadt an den Befestigungen beerdigt. Auch der Friedhof an der Bongardstrasse wurde rasch aufgelassen, Leichen und Grabsteine wurden auf den Friedhof an der Ulmenstrasse gebracht.

Heute existieren noch 6 Friedhöfe im Bereich der Landeshauptstadt.

Der Friedhof in Benrath

Der Friedhof in Benrath

Der Friedhof am alten Rhein in Benrath wird im Jahre 1886 zuerst erwähnt. Die letzte Beerdigung fand 1923 statt. Heute ist der Friedhof von dichter Bebauung umgeben.

Der Nordfriedhof

Der Friedhof am Nordfriedhof wird seit 1916 belegt. Eine Trauerhalle ersetzte 1990 die kleinere Trauerhalle aus dem Jahre 1920. Auf dem Friedhof finden heute noch Beerdigungen statt. Man sollte die Grabsteine aufmerksam betrachten. Kleine Steine aus den Jahren ab 1940, die nur das Todesdatum enthalten, deuten auf ermordete Juden hin. Es finden sich Gräber berühmter Menschen. Hier ist der Justizminister aus den 60er Jahren, Neuberger, beerdigt.

Der Friedhof in Kaiserswerth

Der Friedhof befindet sich an der alten Landstrasse auf dem Gelände der Diakonissenanstalt. Hier stehen heute noch 11 Grabsteine. Kaiserswerth war früher eine eigenständige jüdische Gemeinde mit Synagoge, Schule und eigenem Friedhof.

Der Friedhof in der Mansfeldstrasse

Der Friedhof in der Mansfeldstraße in Gerresheim wurde von 1903 bis 1936 belegt.
Der Friedhof ist nicht zugänglich. Es sind einige wenige Grabsteine vorhanden.

Der Friedhof in der Quadenhofstrasse

Der Friedhof gehört zur Gemeinde Gerresheim. Am Waldfriedhof liegt, versteckt und mitten in einem Waldstück, der jüdische Friedhof. Hier wurden von 1925 bis 1936 etwa 50 Personen beerdigt.

Der Friedhof wurde von der orthodoxen Gemeinde Adath Israel benutzt.

Der alte Friedhof in der Ulmenstrasse

Direkt gegenüber vom Nordfriedhof mit dem neuen jüdischen >Friedhof liegt an der Ulmenstrasse der Friedhof, auf dem von 1922 bis 1938 beerdigt wurde. Er enthält noch zahlreiche Grabsteine, ist aber nicht zugänglich.


Quellen und Literatur

Pracht-Jörns, Elfi, Jüdeisches Kulturerbe in NRW, Bachem 2002

http://www.postmortal.de/Duesseldorf/D-Nordfriedhof/D-Juedischer_Friedhof/d-juedischer_friedhof.html

http://www.jgd.de/unsere-gemeinde/friedhof

https://de.wikipedia.org/wiki/Juden_in_D%C3%BCsseldorf

http://www.ns-gedenkstaetten.de/nrw/duesseldorf/forschung-und-projekte/juden-in-duesseldorf.html

http://www.juden.de/gemeinden/juedische_gemeinde_duesseldorf.html

http://www.jgd.de/unsere-gemeinde/historie

https://www.duesseldorf.de/stadtgruen/friedhof/nordfriedhof/juedischer_friedhof.shtml

Fotos und Texte: Gisela&Wolfgang Heumann 2/16

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