Erkelenz

Juden in Erkelenz

Wappen von Erkelenz – Wikipedia gemeinfrei

In Erkelenz lebten schon im 13. Jahrhundert Juden. Grund ist wahrscheinlich, dass die Stadt schon ab 1200 Stadtrechte besaß und ein bedeutsamer Marktort war. Juden waren als Händler tätig und besaßen im Vergleich mit anderen Stadten auffallend viele Häuser. In späteren Jahrhunderten war den Juden ein wechselvolles Geschick beschieden. Durch mehrfachen Wechsel der Herrscherhäuser war  der Aufenhalt eingeschränkt, mehrfach wurden die Händler aus dem Ort vertrieben. Erst im 19. Jahrhundert gab es mehr Sicherheit. Dies machte sich in einem Anstieg der Zahlen von Juden bemerkbar.

Ab 1869 besaß die Gemeinde eine Synagoge. Vorher hatten die Versammlungen in einem privaten Haus stattgefunden.


Der jüdische Friedhof von Erkelenz

Bereits im Jahre 165 kaufte die Gemeinde ein Grundstück für einen Friedhof. Vorher fanden die Beerdigungen in den Nachbargemeinden statt. Der Friedhof wurde in der Nazi-Zeit geschändet und litt im Krieg unter Bombentreffern. Heute finden sich noch einige Grabsteine auf der Parzelle.


Quellen und Literatur

Pracht-Jörns, Elfi, Jüdisches Kulturerbei in NRW, Bachem 2002

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/e-g/575-erkelenz-nordrhein-westfalen

Friedel Krings, Die Juden im Erkelenzer Land, Heimatkalender des Kreises Heinsberg 1981

Heinz Peter Funken, Schicksal der Juden im Kreis Heinsberg, Museumsschriften des Kreises Heinsberg 4/1983

Lothar Esser, Leben und Schicksal der Juden im Erkelenzer Land, Aus der Geschichte des Erkelenzer Landes, Schriften des Heimatvereins der Erkelenzer Lande

Fotos und Texte: Gisela&Wolfgang Heumann, 3-2018

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