Jüchen

Juden in Jüchen

Gedenkstein für die Synagoge

Der erste urkundliche Nachweis von Juden in Jüchen gelingt ab 1679. Juden mit Familien, konstant etwa 75 Personen, lebten ab 1822 in der Stadt.

Ein erstes Bethaus gab es ab 1764, eine Synagoge von 1835 an. Sie lag an der Wilhelmstraße 31. Sie wurde bereits 1934, endgültig dann 1938 völlig zerstört. Der Platz der Synagoge ist bebaut, ein Gedenkstein erinnert an die verbrannte Synagoge.

Juden in Bedburdyk

Erste Juden lebten ab 1532 im Ort, eine regelmäßige Besiedlung lässt sich ab dem frühen 19. Jahrhundert nachweisen.

Um 1900 lebten noch 30 Juden im Ort. Über deren Schicksal ist nichts Näheres bekannt.

Eine Synagoge gab es bereits im 18. Jahrhundert, um 1860 wurde die Synagoge „In der Bausch“ neu gebaut. Sie wurde 1938 verwüstet und später abgerissen. Nichts erinnert heute an die Synagoge.

Juden in Garzweiler

Ab 1703 siedelten regelmäßig Juden in Garzweiler. Bis 1933 ging die Anzahl der Juden dramatisch zurück, der Rest wurde verfolgt, deportiert, erschlagen, vergast.

Ab 1726 gab es eine Synagoge. Es stand an der Landstrasse 40b. Das Gebäude wurde demoliert, verkauft und abgerissen.. Heute erinnert eine Gedenktafel auf dem Dorfplatz von Neu-Garzweiler an die Synagoge.

Juden in Hochneukirch

Auch hier, wie in der Umgebung, siedelten Juden etwa ab 1700 vereinzelt, dann ab 1800 mit ihren Familien. Es lebten immer etwa 50 Juden in der Stadt. Ab 1938 wurden sie verfolgt, verschleppt und ermordet.

Es bestand ab Anfang des 19. Jahrhunderts ein Bethaus in der Weidenstraße an der Ecke von-Werth-Straße. Bei den Novemberpogropmen wurde das Haus völlig zerstört. Heute erinnert eine Bodenplatte an die Synagoge.


Die Friedhöfe

Der Friedhof von Jüchen

Der Friedhof an der Alleestrasse wurde ab 1693 belegt, jedenfalls stammt der älteste Grabstein aus diesem Jahr. Der Ort verwahrloste in der NS Zeit, Grabsteine wurden zerschlagen, Grabinhalte verstreut. Kein anderer Friedhof in der Gegend ist so schändlich behandelt worden, so ein Verwandter, der die Grabstätten seiner Familie wieder in Ordnung bringen wollte. Heute stehen hier noch 55 Grabsteine, denen man die Folgen der Zerstörung ansieht.

Der Friedhof von Bedburdyk

Die Juden aus Bedburdyck hatten ursprünglich einen Friedhof in der Nähe des Reiderhofes. Sie beerdigten ihre Toten ab 1827 an der Bedburdycker Landstrasse. Das Gelände gehört heute zum Stadtteil Grevenbroich-Hemmerden.

Zum Friedhof von Hemmerden

Der Friedhof von Garzweiler

Der Friedhof von Garzweiler wurde ab 1750 belegt. Der Friedhof wurde durch den Brunkohlenabbau umgesiedelt, er befindet sich heute auf dem Kommunalfriedhof von Neu-Garzweiler. Er enthält 57 Grabstättetn und 31 Steine.

Auch die Gebeine von einem noch älteren jüdischen Friedhof wurden hierher umgebettet. Sie wurden bei der Abbaggerung des Ortes gefunden.

Der Friedhof von Hochneukirch

Der Friedhof am Schromberg bestand ab 1824. Die letzte Beerdigung fand im Jahre 1969 statt. Auf dem Friedhof stehen heute noch 16 Steine. Der Friedhof wurde in der NS Zeit, aber auch nach dem Krieg stark verwüstet, aber durch die Gemeinde wieder in vorbildlicher Weise aufgebaut.

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