Jülich

Jüdisches Leben in Jülich

Die Synagoge * Rene von Schoefel, Stadtarchiv Jülich, Wikipedia gemeinfrei

Jülich ist eine Kleinstadt östlich von Köln auf halbem Weg zur holländischen Grenze.

Der erste Jude, Simon von Jülich, ließ sich im Jahre 1289 im Ort nieder. Daß er in der „Judenstrasse“ wohnte, läßt auf mehrere Bewohner jüdischen Glaubens schliessen. Ob Jülich eine der Städte war, in der die Kölner Juden währen der Kreuzzüge ermordet wurden, ist nicht sicher nachzuweisen. Während der Pestpogrome wurden die Juden aus der Stadt vertrieben. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts lebten wieder um 100 jüdische Bürger in der Stadt. Im Jahre 1933 erreichte die Zahl jüdischer Bürger mit 150 Personen die größte Anzahl.

Seit dem Mittelalter bestand eine Synagoge an der Grünstraße.- Sie wurde im Jahre 1862 neu gebaut. 

Während der Verbrechen im November 1938 wurde sie abgebrannt, später abgerissen. An ihrer Stelle wurde im Jahre 1983 eine Gedenktafel errichtet.

Tafel an der Synagoge

Der Friedhof von Jülich

Seit ältester Zeit hatten die Juden einen Begräbnisplatz im Festungsglacis. Der wurde aber später durch Ausbauten der Festungen überbaut. Ab 1821 hatte die Gemeinde dann wieder einen Friedhof im „Hopfengarten“. 

Der Friedhof wurde durch Kriegseinwirkungen stark in Mitleidenschaft gezogen. Er wurde nach dem Krieg wieder in Ordnung gebracht, so weit dies möglich war.

1966 wurde ein Mahnmal aufgestellt.

Heute sind noch etwa 50 Grabsteine erhalten.


Quellen und Literatur

Pracht Jörns, Elfi, Jüdisches Kulturerbe NRW, Bachem Köln 1996, Band I

http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_(J%C3%BClich)

Foto Synagoge: Die Synagoge * Rene von Schoefel, Stadtarchiv Jülich, Wikipedia gemeinfrei

Autoren: Bilder Paul Schuler, Text Gisela&Wolfgang Heumann 5_15

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