Linnich

Juden in Linnich

Das Wappen von Linnich * Wikipedia gemeinfrei

Linnich ist eine Stadt in der Nähe von Aachen. Die ersten Juden siedelten vermutlich in der Mitte des 14. Jahrhunderts in der Stadt. Harte Quellen belegen eine deutliche Ansiedlung erst um den Beginn des 19. Jahrhunderts.

Gottesdienste wurden zuerst in einem Privathaus, dann  ab 1913 in der neu gebauten Synagoge abgehalten.

1933 wohnten 150 Juden in der Stadt. Boykott der Geschäfte, Demütigungen, Verfolgungen, Verschleppung und Ermordung blieben auch diesen Menschen nicht erspart. Die Synagoge wurde abgebrannt.

Eine zufriedenstellende Aufarbeitung erfolgte nie.


Der jüdische Friedhof Linnich

„Der Friedhof zwischen Schützengasse und Mahrstraße (Flur 18, Nr. 135) wurde möglicherweise schon im 16. Jahrhundert angelegt (Reuter 2007), Jüdische Friedhöfe in Deutschland sagt „vermutlich seit dem 17. Jahrhundert“ und steinheim-institut.de führt an, dass er „im 18. Jahrhundert einmal beiläufig erwähnt“ wurde aber vermutlich deutlich älter ist. 1821 wurde er karthographisch erfasst, danach erweitert. Die letzte Bestattung erfolgte 1952. Er besteht noch, 29 Grabsteine sind auf dem 1283 Quadratmeter großen und frei zugänglichen Begräbnisplatz erhalten. Ein in der Nähe des Eingangs gesetzter Gedenkstein erinnert seit 1971 an die ermordeten Linnicher Juden.“

(Franz-Josef Knöchel, LVR-Redaktion KuLaDig, 2011/2014)

Fotos: GFreihalter, Klaus Erdmann, Wikipedia Creative Commons


Quellen und Literatur

Pracht, Elfi (1997)Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln.

https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-12468-20110623-21

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/k-l/1205-linnich-nordrhein-westfalen

Fotos: GFreihalter, Klaus Erdmann, Wikipedia, Creative Commons; Texte, Layout, Gisela&Wolfgang Heumann, 8-2018

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