Meckenheim

Juden in Meckenheim

Wappen von Meckenheim – Wikipedia gemeinfrei

Meckenheim liegt etwa 30 Kilometer westlich von Bonn im Rhein-Sieg-Kreis.

Juden sind im ausgehenden 16. Jahrhundert aktenkundig. Die Integration war über einige Jahrhunderte nicht zufriedenstellend. Der Besitz von Häusern war ihnen lange Zeit versagt. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts lebten nur einzelne Familien im Ort, dann stieg die Zahl auf 150 an.

Die Gemeinde besaß eine eigene Synagoge etwa ab 1870, etwas später kam eine Schule hinzu. Die Synagoge wurde von den Juden der umliegenden Dörfer besucht. Die Synagoge wurde 1938 im Inneren beschädigt, später nach einem Bombentreffer abgerissen.

Auf dem Synagogenplatz erinnert ein Mahnmal an den Bau.


Der jüdische Friedhof in Meckenheim

Der Eingang zum Friedhof

Der Friedhof an der heutigen Dechant-Kreiten-Strasse wurde den Juden im Jahre 1711 überlassen. Lange mussten die Juden einen Silberlöffel und einen Braten einmal jährlich und bei jeder Beerdigung zahlen.

Der Friedhof wurde bis 1945 verwüstet, nach dem Krieg jedoch von der Stadt in vorbildlicher Weise wieder aufgebaut. Heute stehen dort noch 53 Steine und ein Gedenkstein. Der älteste Stein datiert von 1775.


Quellen und Literatur

https://de.wikipedia.org/wiki/Meckenheim_(Rheinland)

Pracht-Jörns, Elfi, Jüdisches Kulturerbe in NRW, Bachem, 2002

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdische_Gemeinde_Meckenheim

Klaus-Dieter Alicke: Lexikon der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum. 3 Bände. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2008

Fotos und Texte: Gisela&Wolfgang Heumann, 11-2018

Show CommentsClose Comments

Leave a comment