Moers

Jüdisches Leben in Moers

Bogen in der Form des Synagogeneinganges

Moers ist eine Kleinstadt am linken Rheinufer nördlich von Düsseldorf. Etwa ab dem Jahre 1600 läßt sich hier jüdisches Leben nachweisen. Die sozialen Verhältnisse der Juden in der Stadt blieben lange sehr ungünstig. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts besserten sich die Verhältnisse, die Zahl der Juden in der Stadt stieg nun kontinuierlich an. Im Jahre 1932 lebten etwa 200 Menschn jüdischen Glaubens in der Stadt. 

Im frühen 19. Jahrhundert kam es zur Bildung einer eigenen Synagogengemeinde, es wurde eine Synagoge gebaut. Sie wurde im November 1938 zerstört. Heute steht an ihrer Stelle ein Mahnmal in Form eines Torbogens.


Der Friedhof an der Klever Strasse

Gedenkstein

Der Friedhof wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts angelegt und später erweitert. Bei den Novemberpogromen wurde der Friedhof zerstört, die Grabsteine an Steinmetze verkauft. Sie wurden nach dem Krieg zurückgegeben. Sie stehen heute nicht an den originären Stellen.

Der Gedenkstein stammt aus dem Jahre 1948.


Quellen und Literatur

Elfi Pracht-Jörns, Jüdisches Kulturerbe in NRW, Bachem Köln 2008, Band II

Klaus Dieter Alicke, Lexikon der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum, Gütersloher Verlagshaus 2008

http://www.moers.tv/events/stadtfuehrung-spuren-juedischen-lebens-moers/

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stolpersteine_in_Moers

Autoren: Gisela&Wolfgang Heumann

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