Rödingen (Titz)

Juden in Rödingen (Titz)

Die ehemalige Synagoge, heute Kulturhaus

Rödingen mit heute nur 80 Einwohnern gehört zusammen mit weitere 15 Einzelorten zur Gemeinde Titz, Kreis Düren, Nordrhein-Wesrtfalen.

Ungeachtet seiner geringen Größe hat der Ort eine lange Geschichte, die auch durch die Anwesenheit von Juden geprägt ist. Eine erste mittelalterliche Gemeinde endete mit den Pogromen von 1348/49. 
Erst im 17. Jahrhundert entstand dann eine neue Gemeinde, die zumindest ab 1790  einen kleinen Betraum besaß. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde eine kleine Synagoge gebaut. Das Gebäude existiert heute noch und dient als Beispiel rheinischer Landsynagogen für kulturelle Veranstaltungen.


Der Friedhof in Rödingen (Titz)

Informationssäule am Friedhofseingang

Schon vor 1745 wurde von der jüdischen Gemeinde ein Friedhof angelegt. 1860 musste er erweitert werden. Auf einer Stele vor dem Friedhof ist zu lesen, dass das ursprüngliche Friedhofsgelände 1953 aufgeteilt wurde. Eine Fläche von 350 m² dient weiterhin als Friedhof und wurde mit einer Backsteinmauer umgeben. Hier wurden die erhaltenen 15 Grabsteine aufgestellt, da ihr ursprünglicher Standort nicht mehr feststellbar war. Die Restfläche von 871 m² wurde als Baugebiet ausgewiesen.

Einige Grabsteine mit lesbaren Namen


Die Inschriften der an den Mauern aufgestellten Grabsteine sind teilweise nicht mehr lesbar. Hier zunächst Beispiele mit Namen der Verstorbenen.

weitere Grabsteine


Quellen und Literatur

Pracht, Elfi: Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, 2002
http://wiki-de.genealogy.net/R%C3%B6dingen/Judenfriedhof

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_(R%C3%B6dingen)

https://de.wikipedia.org/wiki/Synagoge_R%C3%B6dingen

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/h-j/1012-juelich-nordrhein-westfalen

http://wiki-de.genealogy.net/R%C3%B6dingen/Judenfriedhof 
Die Bilder wurden von Klaus Erdmann für diese Seite aufgenommen und mit seiner freundlichen Zustimmung hier verwendet. (CC 3.0)

 
Autoren: Klaus Erdmann, Rommerskirchen und Dietrich. Bösenberg, Donauwörth, 03/2018

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