Zons

Juden in Zons

Zons ist eine Kleinstadt am linken Ufer des Rheins in der Nähe von Düsseldorf.

Juden lassen sich in der Stadt bereits im Jahre 1484 nachweisen. Die Besiedlung stand unter keinem guten Stern. Die Juden wurden durch Repressalien zum Wegzug gezwungen. Erst im 19. Jahrhundert bestand die Gemeinschaft dann aus ca 60 Personen. Die Landflucht gegen Ende des 19. Jahrhunderts dezimierte die jüdische Gemeinde bis auf zwei Familien.

Im Ort bestand ab 1720 eine Synagoge, um 1860 wurde eine neue Sybagoge eingeweiht. Sie befand sich in der heutigen Turmstrasse. Naben der Synagoge stand ein Gemeindehaus mit Mikwe und ein Schulhaus. Eine Armenkasse kümmerte sich um bedürftige Mitbürger. 1937 wurde das Gebäude der Synagoge wegen Baufälligkeit abgerissen.

Aus der Stadt wurde ein jüdischer Bürger deportiert und ermordet.


Der Friedhof von Zons

Ab 1666 ist der jüdische Friedhof von Zons aktenkundig. Eine Einfriedung mit einer Mauer wurde erst 1925 durchgeführt, weil der Friedhof mehrfach geschändet wurde. Die letzte Beerdigung fand 1936 statt. Heute stehen noch 23 Grabsteine auf dem Gelände.


Quellen & Literatur

Elfi Pracht-Jörns, Jüdisches Kulturerbe, Köln 1998, Bachem

http://wiki-de.genealogy.net/Zons/j%C3%BCdischer_Friedhof

https://dormagen.de/fileadmin/civserv/pdf-dateien/…/Juedische_Geschichte_Zons.pdf

Bilder: Klaus Erdmann, Texte und Layout: Gisela&Wolfgang Heumann

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