Datteln

Juden in Datteln

Im Jahre 1814 siedelten erstmalig Juden in Datteln. In der vorherigen Zeit waren sie behindert und vertrieben worden. Schon früh bestanden ein Friedhof und eine Betstube. Um 1900 lebten etwa 60 Juden im Ort. Im Jahre 1912 wurde eine bescheidene Synagoge gebaut.

Nach Verfolgungen und Demütigungen wurden die letzten verbliebenen Juden verschleppt und ermordet.

Die Synagoge wurde verkauft und abgerissen.


Der jüdische Friedhof in Datteln

Der jüdische Friedhof an der Düppelstraße wir um 1830 erstmalig erwähnt. Es ist ungewiss, ob er älter sein kann. Heute stehen noch 9 Grabsteine auf der Rasenfläche.


Quellen und Literatur

Adolf Hunke, Geschichte der Juden in Datteln (Maschinenmanuskript), Datteln 1935

Werner Schneider, Die jüdische Gemeinde in Datteln, in: 50 Jahre Stadt Datteln 1936 – 1986 . Beiträge zur Vergangenheit und Gegenwart, Datteln 1986,

Michael Brocke (Hrg.), Feuer an dein Heiligtum gelegt – Zerstörte Synagogen 1938 Nordrhein-Westfalen, Ludwig Steinheim-Institut, Kamp Verlag, Bochum 1999,

Elfi Pracht-Jörns, Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen. Reg.bezirk Münster, J.P.Bachem Verlag, Köln 2002,

Fotos und Texte: Gisela&Wolfgang Heumann,  5_2017

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