Recklinghausen

Jüdisches Leben in Recklinghausen

Im Jahr 1300 wurden erstmalig Juden in Recklinghausen erwähnt.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Synagogengemeinde Recklinghausen gegründet. Eine Synagoge, eine Schule mit Mikwe und Lehrerwohnung wurden gebaut. Die Gemeinde erstarkte, weil im Zuge der Industrialisierung Juden aus Osteuropa zuzogen. Um 1900 war die Gemeinde 300 Köpfe stark.

Im November 1938 wurde die Synagoge zerstört, das Schulhaus beschädigt und später als Kindergarten benutzt. Die jüdische Bevölkerung wurde, wenn sie sich nicht ins Ausland retten konnte, ermordet.

Nach Kriegsende wuchs die jüdische Gemeinde, auch durch Zuzug aus den GUS Staaten, auf etwa 600 Mitglieder. Im Schulhaus befindet sich ein Museum, die Mikwe ist wieder in Betrieb.

Die neue Synagoge befindet sich in der Stadtmitte hinter dem Polizeipräsidium.


Die Friedhöfe

Der alte Friedhof befand sich an der Börster Hegge. Er wurde von 1823 bis 1903 belegt. Er wurde aufgegeben, die Grabsteine und die Toten wurden auf den neuen Friedhof gebracht. Heute befindet sich dort ein Kinderspielplatz.

Der neue Friedhof befindet sich am kommunalen Friedhof am Nordcharweg. Er wurde ab 1903 belegt und ist bis heute in Betrieb.

Der Friedhof wurde mehrfach, nicht nur in der NS Zeit, verwüstet.


Quellen und Literatur

http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdische_Gemeinde_Recklinghausen

Jüdische Allgemeine „Auf Kohle gebaut“, 19.5 2014

Elfi Pracht Jörns, Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen.Bachem Verlag, Köln 1997

Autoren: Gisela&Wolfgang Heumann

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