Güsten

Juden in Güsten

Im Jahre 1886 lebten in Güsten 88 Juden. 1893 wurde in Güsten ein Verein gegen das Judentum gegründet. Es gab eine Synagoge, die jedoch sehr früh aufgegeben wurde und als Ruine bestand. Die Synagoge befand sich in der „Tempelgasse“. 1933 gab es noch 5 jüdische Einwohner im Ort. Über ihr Schicksal ist nichts bekannt.


Der jüdische Friedhof von Güsten

Lage: Am nordöstlichen Ortsrand, links der Rathmannsdorfer Straße, nach dem allgemeinen Friedhof und vor dem Bahnübergang.

 Der 1880 an Stelle des Friedhofes bei Neundorf angelegte Friedhof mit seinen 28 Gräbern wurde bereits 1933 geschändet, nach der Pogromnacht 1938 wurden die Grabsteine den Anwohnern als Baumaterial zur Verfügung gestellt.

Entsprechend findet sich hier kein Grab mehr, ein Gedenkstein und die Inschriften am verschlossenen Tor erinnern an seine ursprüngliche Funktion.

Der Friedhof ist gepflegt.

Stand: Mai 2007, Dr. Hans-Peter Laqueur, 2007


Quellen und Literatur

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/a-b/376-bernburg-saale-sachsen-anhalt

http://www.alemannia-judaica.de/guesten_friedhof.htm

Brocke, Ruthenberg, Schulenburg: Stein und Name, Berlin 1994

Fotos, Text: Dr. Hans-Peter Laqueur, 2007

Texte, Layout: Gisela&Wolfgang Heumann. 1-2019

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