Havelberg

Juden in Havelberg

Die Stadt Havelberg in Sachsen-Anhalt  hat heute ca. 6600 Einwohner, sie ist bekannt durch ihren Dom.

Nachrichten über erste Ansiedlungen von Juden stammen von 1334. Schon damals konnte die vermutlich bestehende3 Gemeinde eine erst Synagoge erbaut haben.

1510 wurden alle Juden aus der Mark Brandenburg vertrieben, so auch die Havelberger Juden. Erst zu Beginn des 18.Jahrhunderts ließen sich erneut jüdische Familien im Orte nieder. Die kleine israelitische Gemeinschaft besaß einen Betraum und eine Mikwe. 
Nach einem Brand in der Stadt Havelberg im Jahre 1870, der auch die Synagoge zum Opfer fiel, wurde diese wieder aufgebaut, musste jedoch schon 1900 geschlossen werden. 
Das Gebäude wurde in den 1980er Jahren wieder aufgefunden, es diente lange Jahre als Lagerraum. An dem Privathaus erinnert heute eine Gedenktafel an das ehemalige Gotteshaus.


Der Friedhof in Havelberg

Tafel am Eingang

1884 kaufte der Havelberger Rat ein Gelände, das er der jüdischen Gemeinde zur Errichtung eines Friedhofs verpachtete. Der Friedhof existiert bis heute, 40 Grabsteine sind erhalten. Er ist umgeben von einer massiven Steinmauer.

Eindrücke vom Friedhof


Quellen und Literatur

Zeugnisse jüdischer Kultur, Berlin 1992

M.Brocke/E.Ruthenberg/K.U.Schulenburg, Stein und Name. Die jüdischen Friedhöfe in Ostdeutschland (Neue Bundesländer/DDR und Berlin,  Berlin 1994

https://www.goruma.de/Staedte/H/Havelberg/Sehenswuerdigkeiten.html

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/s-t/1872-stendal-sachsen-anhalt

Autoren: Fotos Ruth und Heiner Knester, Ilvesheim, Text Dietrich Bösenberg, Donauwörth

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