Gröbzig

Juden in Gröbzig

Gröbzig ist eine Kleinstadt zwischen Halle und Köthen im Osten von Sachsen-Anhalt.

Juden haben sich vermutlich bereits im frühen 17. Jahrhundert im Ort niedergelassen. In der Mitte des 18. Jahrhunderts betrug der jüdische Bevölkerungsanteil ca. 15%. Im Ort befanden sich eine Synagoge, ein Gemeindehaus, eine Mikwe, die Schule und das Schlachthaus.

Die Synagoge konnte vom Bürgermeister vor der Zerstörung gerettet werden und ist erhalten.

Auch in Gröbzig wurden Juden verschleppt und getötet.


Der Friedhof von Gröbzig

Lage:

Westlich vom Ort.

Der Friedhof ist Teil vom „Museum Synagoge Gröbzig“, an das man sich wegen Schlüsseln und einer Wegbeschreibung wende.

Museum Synagoge Gröbzig, Lange Straße 8-10, 06388 Gröbzig.

Di.-Do. 10.00-17.00, So. 13.00-17.00

Der Friedhof liegt unweit des Feldweges von Gröbnitz nach Berwitz, nahe des Laufes der Fuhne, zwischen Feldern und Wiesen. In dieser einsamen Lage hat ihn selbst die hohe Mauer, die ihn umgibt, nicht vor etlichen Schändungen bewahren können. Die dabei verursachten Schäden wurden jedoch beseitigt.

Der Friedhof ist möglicherweise bereits im späten 17. Jh. entstanden, seine heutigen Abmessungen erhielt er im frühen 19. Jh., als Juden über 15 % der Ortsbevölkerung ausmachten. Er umfaßt etwa 245 Grabsteine aus dem 18. bis 20. Jh.

Erhaltungszustand:

Gut gepflegt.

Stand: Mai 2007.


Quellen und Literatur

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/e-g/771-groebzig-sachsen-anhalt

http://www.alemannia-judaica.de/groebzig_friedhof.htm

http://www.groebzig.de/html/body_jud_friedhof.html

http://www.groebzig.de/html/body_msg.html

Fotos: Dr. Hans-Peter Laqueur von 2007, Texte und Layout: Gisela&Wolfgang Heumann 10-2018

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