Ballenstedt

Juden in Ballenstedt

Das Wappen von Ballenstedt * Wikipedia gemeinfrei

Ballenstedt ist eine Kleinstadt südöstlich von Quedlinburg.

Seit dem 18. Jahrhundert lassen sich einige wenige jüdische Familien am Ort nachweisen. Nach einer Zeit des Aufschwungs folgten unter dem Fürsten von Dessau magere Jahre. Die Anzahl der Juden ging deutlich zurück.

Die zum Ende des 18. Jahrhunderts errichtete Synagoge konnte wegen der geringen Zahl der Juden nicht mehr erhalten werden. Das Gebäude wurde um 1920 abgerissen.


Der Friedhof von Ballenstedt

Auf dem Friedhof

Lage:

Aus Richtung Hoym kommend erreicht man unmittelbar vor dem Ortsschild „Ballenstedt“ eine kleine Einfahrt nach rechts. Über sie gelangt man zum Eingang des Friedhofes.

Das große, von einer Mauer eingefaßte Areal ist leer bis auf einen in seiner Mitte errichteten Gedenkstein. Die erhalten gebliebenen ca. 15 Grabsteine wurden entlang der (vom Tor aus gesehen) rechten Außenmauer aufgestellt. An deren tornahen Ende sind vier Gedenktafeln angebracht.

Das Tor ist verschlossen, aus einer dort angebrachten Tafel geht hervor, daß ein Schlüssel im Rathaus, Zimmer 11, erhältlich ist.

Der Friedhof, der um das Jahr 1790 entstand, überstand die NS-Zeit unzerstört, verwahrloste jedoch nach 1945. Er wurde in den 1980er-Jahren auf- bzw. abgeräumt, es entstand die Gedenkstätte in ihrer heutigen Form (zuletzt rekonstruiert 1997).  Die Anlage wirkt einigermaßen gepflegt.

Stand: Mai 2007


Quellen & Literatur

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/a-b/334-ballenstedt-sachsen-anhalt

http://www.alemannia-judaica.de/ballenstedt_friedhof.htm

Fotos: Dr. Hans-Peter Laqueur, 2007; Text und Layout: Gisela&Wolfgang Heumann, 10-2018

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