Bautzen

Juden in Bautzen

Wappen von Bautzen * Wikipedia Creative Commons

Bautzen ist eine Stadt im Osten Sachsens an der Spree.

Juden siedelten vorübergehend gegen Ende des 14. Jahrhunderts im Ort. Es folgte eine wechselvolle Geschichte mit Vertreibungen und Morden, ehe im 19. Jahrhundert eine erfolgreiche Ansiedlung gelang. Im November 1938 wurden die Juden hier besonders grausam verfolgt und gequält. Sie wurden zum größten Teil in das KZ Buchenwald verschleppt. Fast alle jüdischen Bürger wurden ermordet.


Der jüdische Friedhof von Bautzen

Auf dem städtischen Friedhof gab es in einer Ecke einen älteren jüdischen Friedhof. Der Bezirk wurde „die Judenecke“ genannt.

Der neue Friedhof liegt zwischen der Muskauer Straße und der Jan-Skala-Straße,  am nordöstlichen Stadtrand. Stadtauswärts etwa 500 m hinter der Kreuzung Muskauer Straße/Gesundbrunnenring führt links ein schmaler Stichweg direkt auf den Friedhofseingang zu.

Der in den Anfangsjahren des 20. Jh. angelegte Friedhof umfasst heute 22 Grabsteine, sowie rechts hinten einen Gedenkstein für über 200 KZ-Opfer. Vier Steine im linken hinteren Bereich wurden für russisch-jüdische Kriegsgefangene des I. Weltkrieges errichtet. Der Friedhof ist von einem Gitterzaun eingefasst, das Tor ist nicht verschlossen. Zahlreiche auf den Grabsteinen abgelegte kleine Steine zeugen von häufigem Besuch.

Erhaltungszustand:

Gepflegt.

Stand: August 2009.


Quellen und Literatur

Brocke, Ruthenberg, Schulenburg; Stein und Name, Berlin 1994, Institutu Kirche und Judentum

http://www.alemannia-judaica.de/bautzen_friedhof.htm

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/a-b/351-bautzen-sachsen

Fotos&Texte: Dr. Hans-Peter Laqueur, Texte, Layout: Gisela&Wolfgang Heumann, 8-2018

Show CommentsClose Comments

Leave a comment