Zittau

Juden in Zittau

Wappen von Zittau * Wikipedia gemeinfrei

Zittau ist eine Kreisstatt im Osten des Landes Sachsen.

Ab dem 14. Jahrhundert wohnten einzelne Juden im Ort. Nach stark wechselnden Zahlen siedelten sich in der Mitte des 19. Jhrhunderts mehrere Familien an. Es gab eine Synagoge in der Lessingstrasse. 1933 wohnten 145 Juden in der Stadt. 1938 wurde die Synagoge gesprengt, die heiligen Schriften geschändet.

Juden wurden verfolgt, entrechtet, verschleppt und ermordet.


Der jüdische Friedhof in Zittau

Der Friedhof wurde erstmalig im Jahre 1887 belegt. Die Tahara- Halle, die von Anfang an vorhanden war, wurde im Jahre 1938 gesprengt..Auf dem Friedhof stehen 50 Grabsteine. Der Gedenkstein wurde von Mottel Schwarz, einem Überlebenden der Shoah, errichtet.

Der Friedhof liegt an der Görlitzer Straße (B 99), am nordöstlichen Rand der Stadt. Von Görlitz kommend durchquert man einen Kreisverkehr mit der Abzweigung zur B178 (nach Löbau und Bautzen). Unmittelbar dahinter liegt auf der rechten (westlichen) Straßenseite der Friedhof.

Der kleine Friedhof liegt unter Bäumen, über den Holzzaun ist er komplett einsehbar. Das Tor ist verschlossen, der Schlüssel bei der Stadtverwaltung erhältlich. Er umfasst etwa 55 Grabsteine aus der Zeit ab 1888, dazu einen Gedenkstein von 1948. Nach einer schweren Schändung 2003 wurden die Steine sorgfältig restauriert, Bruchstellen blieben jedoch auf vielen von ihnen erkennbar.

Der Friedhof ist gut gepflegt.

Stand: August 2009.


Quellen & Literatur

Brocke, Rutheberg, Schulenburg, Stein und Name, Institut Kirche und Judentum, Berlin 1994

https://www.hillerschevilla.de/cms/de/327/Juedischer-Friedhof

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/u-z/2160-zittau-sachsen

Fotos und Texte: Dr. Hans-Peter Laqueur; Texte und Layout: Gisela&Wolfgang Heumann, Bilder 2009, Texte 8_2018

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