Alme

Jüdisches Leben in Alme

Das Dorf Alme liegt sieben Kilometer nordöstlich von Brilon im Sauerland.

Seit 17. Jahrhundert kommen vereinzelt jüdische Bewohner vor.

Um 1760 zählt man 30 Juden bei insgesamt 530 Einwohnern.

Ab 1778 gab es eine Schule und einen Lehrer für die jüdischen Kinder von Alme.

Im Jahre 1929 gab es nur noch zwei Familien, sie wurden 1941 deportiert und ermordet.

Die Synagoge befand sich in der Judengasse, sie wurde im Jahre 1826 neu gebaut, die alte Synagoge wurde abgerissen,

Im Jahre 1915 wurde die neue Synagoge verkauft und abgerissen.


Der Friedhof in Alme

Der jüdische Friedhof „am Judenknapp“ bestand etwa um 1800, erst ab 1824 wurden Sterberegister geführt.

Er wurde vermutlich um 1750 gegründet. Die letzte Beerdigung fand 1939 statt. Damals wurde  Miriam Ruhstädt auf dem Judenknapp beigesetzt, durfte aber keinen Grabstein mehr bekommen.

Der Friedhof liegt an der Moosspringstrasse direkt hinter dem Eingang zur alten Papierfabrik am Waldrand. 


Quellen und Literatur

Ursula Hesse, Jüdisches Leben in Alme, Altenbüren, Brilon, Madfeld, Messinghausen, Rösenbeck, Thülen, Stadt Brilon 1991

http://neu.alme-online.de//index.php?option=com_content&task=view&id=102&Itemid=28

Jüdisches Kulturerbe in NRW  Elfi Pracht Jörns , Bachem, Köln, 2005

Fotos und Texte: Gisela Wolfgang Heumann 9_2014

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