Burgholdinghausen

Jüdisches Leben in Burgholdinghausen

Burgholdinghausen liegt im Siegerland und gehört zur Gemeinde Kreuztal.

Eine jüdische Gemeinde hat es in diesem Ort nicht gegeben. Im Jahre 1791 ließ sich ein Benjamin Moses in Burgholdinghausen nieder. Er erwarb ein Grundstück an der heutigen B 517 zwischen Littfeld und Welschen – Ennest und beerdigte dort im Jahre 1804 seine Ehefrau. Dieser Friedhof ist der älteste im Kreis Siegen.

Der Friedhof liegt versteckt im Wald am nördlichen Ausgang von Burgholdinghausen. Er umfasst 400 Quadratmeter und ist mit einem Jägerzaun eingefriedet. 
In der Zeit zwischen 1804 und 1927 wurden Verstorbene, auch aus den angrenzenden Gemeinden, besonders aus Littfeld und Krombach,auf dem Friedhof beerdigt.

Heute findet man noch sechs Grabstellen auf dem Friedhof.

Schicksalsjahre

Die Nachfahren des Benjamin Moses, besonders die im benachbarten Littfeld wohnende Familie Meier waren geachtet und völlig integriert. 

Das änderte sich, als 1933 die NSDAP 60% der Stimmen erhielt. Die Verwaltungen und die Amtspersonen beteiligten sich an der Ausplünderung und der Verfolgung der Juden.

1943 wurden die letzten Juden, Siegfried Meier mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn, deportiert und getötet.

Die Aufarbeitung der NS – Zeit erfolgt durch Historiker der Stadtarchive in vorbildlicher Weise.


Der Friedhof in Burgholdinghausen

Der Friedhof liegt am „Burberg“ und beherbergt heute noch sechs Grabstellen. Er befindet sich im Privatbesitz und wird von der Stadt Kreuztal gepflegt. Die Inschriften auf den Steinen sind alle in deutscher Sprache verfasst. Es findet sich auf keinem Stein ein hebräischer Text.

zu den Quellen und der Literatur

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