Hemer

Jüdisches Leben in Hemer

Einzelne Juden siedelten im Mittelalter in Hemer. Im Zuge der Pestpogrome wurden sie vertrieben. Zu einer dauerhaften Niederlassung kam es erst wieder mit der Emanzipation der Juden zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die jüdischen Bewohner waren der Synagogen – Gemeinde im benachbarten Menden zugeordnet.

Die Juden von Hemer lebten meist in einfachen Verhältnissen. Im Jahre 1905 gab es 43 Juden, 1933 lebten 43 Juden in Hemer. 
Ab 1930 kam es zunehmend zu antisemitischen Verfolgungen, die meisten Geschäftsleute schlossen ihre Läden.
Nach den Pogromen im November 1938 wanderten einige Familien aus. Die übrigen wurden deportiert, die meisten in Theresienstadt ermordet.

Nur wenige Juden kehrten nach dem Krieg in ihre Heimatstadt zurück. Sie wurden vom Verhalten der Mitbürger enttäuscht, weil auch weiter antisemitische Tendenzen in Hemer vorhanden waren. Erst im Jahre 1980 rief ein Pfarrer zum Gedenken an die jüdischen Mitbürger auf. Erst 1988 fand öffentlich ein Gedenken an die jüdischen Opfer statt, 1990 wurde auf dem Friedhof ein Mahnmal eingerichtet.


Der Friedhof in Hemer

Wann der jüdische Friedhof „Am Perrik“ angelegt wurde, ist nicht genau bekannt. Man ging lange von einer Anlage des Friedhofs gegen Ende des 18. Jahrhunderts aus. Neuere Quellen lassen jedoch auf ein Vorhandsein bereits zu Anfang des 19. Jahrhunderts schließen.

Um das Jahr 1880 herum bekam der Friedhof eine neue Begräbnisordnung. Aus der Zeit danach sind 25 Grabsteine vorhanden. Die Grabsteine aus der Zeit vorher sind nicht mehr erhalten.
Im Jahre 1955 wurde als letzter Verstorbener Isidor Blumenthal beerdigt.

zu den Quellen und der Literatur

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