Hilchenbach

Jüdisches Leben in Hilchenbach

Im Jahre 1869 ließ sich der erste Jude, Koppel Hony, als Metzger in Hilchenbach nieder. Im folgten in den nächsten Jahrzehnten einige Familien, die als Metzger, Vieh- und Futterhändler tätig waren.

Um 1930 wohnten noch 25 Juden in Hilchenbach. Sie kamen am Sabbat im Haus von Herz Stern zusammen, an hohen Feiertagen gingen sie zur Synagoge nach Siegen.

Einige Juden wanderten bis 1939 in verschiedene Länder aus, die verbliebenen 12 Personen wurden ermordet.

Heute gibt es in Hilchenbach keine Juden mehr.

Das Eingangstor zum Friedhof im April 2018

Der Friedhof in Hilchenbach

Nachdem sich 1869 Juden in Hilchenbach niedergelassen hatten, wurde im Jahre 1899 ein Grundstück oberhalb der Brachthauser Landstrasse erworben.

Es finden sich heute 12 Grabsteine, die von 1913 bis 1948 datiert sind. Die gesamte Anzahl der Begrabenen war nach den Listen des Friedhofsamtes deutlich größer.

Der Friedhof wurde während der Nazi – Zeit und auch in der Nachkriegszeit mehrfach geschändet, die Grabsteine wurden mit Kalk übertüncht.

Der Friedhof liegt an einem Hang oberhalb der Strasse.

Der Friedhof im Oktober 2009

Der Friedhof im April 2018

Es ist reizvoll, den Friedhof nach 9 Jahren und zu einer anderen Jahreszeit zu sehen.

zu den Quellen und der Literatur

Show CommentsClose Comments

Leave a comment