Marsberg

Juden in Marsberg

Marsberg liegt im nordöstlichen Teil des Hochsauerlandes in Nordrhein Westfalen.

Urkundliche Nachweise für Juden in Marsberg lassen sich erst nach dem Dreissigjährigen Krieg nachweisen, da ältere Akten verbrannt sind. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts waren 150 Juden in Marsberg ansässig, nach 1926 sank die Zahl dramatisch.

In Obermarsberg bestand seit 1713 eine Synagoge. Sie wurde wegen Baufälligkeit abgerissen und 1837 etwas entfernt wieder erbaut. Das Gebäude wurde 1893 wegen Baufälligkeit abgerissen.

Im Jahre 1735 wurde in Niedermarsberg im Weist eine Synagoge errichtet. Nach einem Brand im Jahre 1849 wurde sie neu aufgebaut. Am 10. November 1938 wurde die Inneneinrichtung zerstört, das Haus wurde verkauft.

Seit 1981 besteht in dem Haus eine Diskothek.

In der Paulinenstrasse 17 steht die alte jüdische Schule. Sie wurde im 18. Jahrhundert auf einem Hügel errichtet und ist heute noch gut erhalten.

1932 gab es noch 60 jüdische Bürger. Sie wurden nach 1940 verschleppt und getötet.


Der Friedhof in Obermarsberg

Der Friedhof Auf der Mauer in Obermarsberg ist 2600 m² groß und liegt in einer extremen Hanglage. Er ist wenig erforscht, hat aber wahrscheinlich bereits im 17. Jahrhundert an dieser Stelle bestanden.

Im oberen Teil finden sich sehr alte Stelen, im unteren Teil aufwändige Grabdenkmäler aus dem 19. Jahrhundert.

Der Friedhof von Niedermarsberg

Der Friedhof In der Hameke liegt in Niedermarsberg. Er datiert aus dem Jahre 1883 und wurde erforderlich, weil der Friedhof in Obermarsberg überfüllt war. Der Friedhof liegt am Rande eines Wohngebietes.

zu den Quellen und der Literatur

Show CommentsClose Comments

Leave a comment