Medebach

Jüdisches Leben in Medebach

Die Gedenktafel an der Stelle der Synagoge

Medebach ist eine Kleinstadt im Hochsauerland. Die Stadt gehörte im Mittelalter zu Hanse und hatte eine entsprechende Bedeutung beim Fernhandel.

Im 16. Jahrhundert lassen sich einzelne jüdische Bürger nachweisen. Im ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert lebten einige Familien, insgesamt etwa 30 Personen in der Stadt, die meisten in ärmlichen Verhältnissen.

Seit 1820 bestand in Medebach eine einfache Betstube mit einer Laubhütte. Nach ihrer Vernichtung durch einen Brand wurde an der Oberstrasse eine Synagoge gebaut. Sie war von 1855 bis 1938 in Benutzung und wurde bei den Pogromen im November 1938 abgerissen. Eine Mikwe befand sich in der Nähe. Sie ist erhalten, ist jedoch zugemauert und nicht mehr zugänglich.

An der Stelle der Synagoge steht heute eine Gedenktafel.

Im Jahre 1933 lebten noch 32 Jüdische Bürger in Medebach. Nach Verfolgung, Flucht ins Ausland und Deportation hat die jüdische Gemeinde aufgehört zu existieren.


Der Friedhof in Medebach

Der jüdische Friedhof von Medebach liegt am Glienfelder Weg. Er wurde im Jahre 1808 erstmalig für eine Beerdigung benutzt. Die letzte Beerdigung fand im Jahre 1939 statt.

Bis 1832 beerdigte auch die Juden aus Winterberg ihre Toten in Medebach.

Um 1940 wurde der Friedhof zur landwirtschaftlichen Nutzung freigegeben. Viele Grabsteine verschwanden oder wurden beschädigt.

Heute stehen auf dem Friedhof noch 30 Grabsteine.

zu den Quellen und der Literatur

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