Schwerte

Juden in Schwerte

Wappen von Schwerte – Wikipedia gemeinfrei

Juden werden erstmalig im Jahre 1448 in Gerichtsakten der Gemeinde Schwerte erwähnt. Im 18. Jahrhundert bewegte sich die Anzahl der in Schwerte ansässige Juden zwischen 20 und 30. Im 19. Jahrhundert stieg die Anzahl auf 165 Personen an. Sie waren in das soziale und kulturelle Leben der Stadt voll integriert. Nachdem ab 1750 der Gottesdienst zunächst in privaten Rämen stattfand, im Jahre 1854 wurde eine Synagoge eingeweiht.

Die Synagoge wurde 1938 von innen verbrannt. Nach dem Krieg wurde das Gebäude privat genutzt und 1983 abgerissen. Jetzt befindet sich an dieser Stelle eine Gedenkstätte.

Die meisten Schwerter Juden wurden verschleppt und getötet.


Der jüdische Friedhof von Schwerte

Der Friedhof am Nordwall ist im Jahre 1822 erstmalig aktenkundig. Es muss aber einen früheren Friedhof gegeben haben, denn ein Stein stammt aus dem Jahre 1762. Der Friedhof wurde mehrfach vergrößert und verkleinert. Die Grabsteine stehen vermutlich nicht mehr bei den ursprünglichen Gräbern.


Quellen und Literatur

Pracht-Jörns, Elfi, Jüdisches Kulturerbe in NRW, Bachem, Köln, 2002

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/s-t/1793-schwerte-nordrhein-westfalen

Reinhard Bee/Frank Ulrich Mölle (Red.), Schwerte unterm Hakenkreuz. Eine Studie zur Erforschung des nationalsozialistischen Alltags in einer Kleinstadt, Schwerte, hrg. von der Stadt Schwerte 1983

Wilfried Reininghaus (Red.), Schwerte und Schwerte-Ergste, in: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinschaften in Westfalen und Lippe, Ardey-Verlag Münster 2016

Bilder und Texte: Gisela&Wolfgang Heumann, 3-2018

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