Kiel

Juden in Kiel

Mahnmal am Pltz der letzten Synagoge wikipedia CC BY-SA 3.0 Autor Jocian

Die heutige Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein zählt derzeit rund eine Viertelmillion Einwohner. Sie hat seit jeher als Hafenstadt an der Ostsee sowohl wirtschaftlich als auch militärische große Bedeutung gehabt.

Juden haben vermutlich schon im MA in Kiel gelebt. Ohre Geschichte beginnt jedoch erst Ende des 17. Jahrhunderts greifbar zu werden. Im 18. Jahrhundert hat die damals bestehende Gemeinde ein erstes Bethaus eingerichtet. Im Lauf der Jahre folgten mehrere Synagogen, die schließlich 1909 von einem großen Neubau abgelöst wurden. Dieser fiel dann dem November-Pogrom 1938 zum Opfer und wurde anschließend abgerissen.

Der größte Teil der in Kiel verbliebenen Juden wurde in die Vernichtungslager verbracht und ermordet.

Nach 1945 lebten zunächst nur wenige Juden in der Stadt, eine eigene Gemeinde bildete sich lange Zeit nicht- Erst als Folge des Zuzugs aus Osteuropa nach dem Ende des Ostblocks stieg die Zahl der Juden wieder stark an, so dass 2004 zwei neue Gemeinden gegründet wurden.


Der Alte Jüdische Friedhof in Kiel

Der Eingang

Die in Kiel lebenden Juden erwarben Mitte des 19. Jahrhunderts ein Areal an der Michaelsstraße. Hier entstand auf einer Fläche von rund 2000 m² ein Begräbnisplatz, der bis zum heutigen Tag genutzt wird. Die Quellen berichten, dass bis etwa 1939 379 Bestattungen erfolgten. Friedhof und Trauerhaus wurden im 2. Weltkrieg durch Bomben verwüstet.  Ab 1947 bauten zurückgekehrte Juden beide Plätze wieder auf.

Seit der Neugründung der jüdischen Gemeinden besteht auch ein Begräbnisplatz an der Eichhofstraße.


Quellen und Literatur


 Elke Imberger, Jüdische Gemeinden in Schleswig-Holstein, Hrg. Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte, Neumünster 1996

https://www.interrel-kiel.de/religionen/juden-in-kiel/))

https://de.wikipedia.org/wiki/Synagoge_Goethestraße_(Kiel)

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/k-l/1045-kiel-schleswig-holstein

Autoren: Bilder: Ruth Knester, Ilvesheim, Text: Dietrich Bösenberg, Donauwörth, 11/2018

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