Konstanz

Juden in Konstanz

Konstanz am Bodensee blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis in die Römerzeit reicht. Heute zählt die Stadt rund 85.000 Einwohner, es existieren drei Uni/Hochschulen und sie stellt ein wichtiges Zentrum für den Fremdenverkehr der Bodensee-Region dar.

Es ist anzunehmen, dass Juden schon zur römischen Zeit hier gelebt haben, vermutlich als Händler. Aktenkundig sind Juden erstmals Mitte des 13. Jahrhunderts, sie wurden später Opfer mehrerer Verfolgungen, vor allem des Pestpogroms 1348/49.
Für Einzelheiten der wechselvollen Geschichte der Juden in Konstanz bis zu ihrer vollständigen Vernichtung durch das NS-Regime wird auf die umfangreichen Internet-Publikationen (siehe Quellen und Literatur) verwiesen.
Nach 1945 entstand wieder eine neue jüdische Gemeinde, die nach kleinen  Anfängen heute mehr als 500 Mitglieder zählt (incl. Nachbarstädte). Inzwischen wurde der Neubau einer Synagoge begonnen, die Fertigstellung ist für 2018 geplant.


Der Friedhof in Konstanz

Das Eingangstor

Ein eigener Friedhof aus mittelalterlicher Zeit ist nicht bekannt, damals wurden die Toten vermutlich in Überlingen bestattet. Der dortige Friedhof ist jedoch schon seit Jahrhunderten nicht mehr vorhanden.

Seit 1869 gibt es eine jüdische Begräbnisstätte in Konstanz,  als Teil des städtischen Friedhofs. Er wurde mehrfach erweitert, die drein ebeneinander liegenden Flächen umfassen in Summe 24,93 ar.
Auf dem ältesten Teil finden sich 281 Grabsteine, der neuere Teil (von 1932) birgt 91 Grabmale, während der neueste Teil bis heute belegt wird.

Bisher sind keine Bilder verfügbar.


Quellen und Literatur

Hahn, Joachim: Erinnerungen und Zeugnisse jüdischer Geschichte  in Baden-Württemberg,  Stuttgart 1982.

www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/BADENWUE/PROJEKTE/f-bw.htm#Konstanz

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/k-l/1100-konstanz-bodensee-baden-wuerttemberg

http://www.alemannia-judaica.de/konstanz_friedhof.htm

Autoren: Fotos Heiner Knester, Ilvesheim, Text Dietrich Bösenberg, Donauwörth, 2017

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