Dieburg

Dieburg liegt in der Nähe von Darmstadt und hat heute rund 15 000 Einwohner

Juden sind zumindest seit Mitte des 14. Jahrhunderts ansässig, sie wurden Opfer der Verfolgungen 1349. Schon damals soll eine Synagoge bestanden haben.
Eine neuzeitliche Gemeinde dürfte Anfang des 18. Jahrhunderts entstanden sein. Ein Privatgebäude wurde 1868/69 zu einer Synagoge mit Lehrerwohnung  ausgebaut, musste aber 1928 wegen Baufälligkeit geschlossen werden. 1929 entstand ein Neubau, der auch die NS-Zeit überdauerte und erst 1963 abgerissen wurde.
Die Dieburger Juden waren häufig Kaufleute und Viehhändler. Eine Großzahl von ihnen konnten rechtzeitig in die USA und andere Länder auswandern, dennoch fielen viele den Nazis zum Opfer und wurden deportiert.


Der Friedhof in Dieburg

Tafel am Eingang

Schon um 1530 wurde ein jüdischer Friedhof angelegt. Er musste immer wieder erweitert werden und diente zeitweise als Verbandfriedhof für bis zu 25 Gemeinden aus der Umgebung. Daraus resultiert die große Anzahl Bestattungen, man spricht von mehreren tausend, von denen heute rund 1 000 Grabsteine erhalten sind. In der NS-Zeit wurde der Friedhof verwüstet und musste nach Kriegsende wieder gerichtet werden.

weitere Eindrücke vom Friedhof


Quellen und Literatur

Arnsberg, Paul: Die jüdischen Gemeinden in Hessen,  1971

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/e-g/776-gross-bieberau-hessen

Autoren: Fotos Heiner Knester, Ilvesheim, Text Dietrich Bösenberg, Donauwörth

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