Sprendlingen

Juden in Sprendlingen (Dreieich)

Sprendlingen ist ein Stadtteil von Dreieich im Landkreis Offenbach.

In den Archiven tauchen Juden erstmals 1563/64 auf. Und auch aus dem 18. Jahrhundert sind verschiedene Erwähn ungen be4kannt. Erst im 19. Jahrhundert entwickelte sich ein stärkerer Zuzug von Juden, 1871 war eine Höchstzahl von 112 Personen erreicht.
Schon bald nach Beginn der NS-Zeit verliessen die meisten Juden den Ort, teilweise verzogen sie in benachbarte Großstädte, teils wanderten sie nach Übersee aus.

Eine Synagoge wurde 1830/31 erbaut, sie fiel 100 Jahre später dem November-Pogrom 1938 zum Opfer und wurde total zerstört. Eine Tafel am Sprendlinger Rathaus erinnert an das Gebäude.


Der Friedhof in Sprendlingen

Das Friedhofstor

1830/31 konnte die jüdische Gemeinde in Sprendlingen einen eigenen Friedhof in Benutzung nehmen, der jahrelang auch den benachbarten Gemeinden zur Verfügung stand. Er hat eine Fläche von 10,38 ar, rund 100 Grabsteine sind erhalten geblieben. Eine einfühlsame Beschreibung der Friedhofsanlage und ihrer Bedeutung sowie Namenslisten hat der Verein für Heimatkunde e. V. Freunde Sprendlingens.  (hier klicken)

Eindrücke vom Friedhof und den Grabsteinen


Quellen und Literatur

Arnsberg, Paul: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang – Untergang – Neubeginn, Frankfurt/M. 1971

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/s-t/1837-sprendlingen-hessen

http://www.alemannia-judaica.de/sprendlingen_of_friedhof.htm

Autoren: Bilder Hans Martin Brück, Dossenheim, Text Dietrich Bösenberg, Donauwörth (2017)

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