Bauerbach

Juden in Bauerbach

Bauerbach Schillerhaus Foto Winfried Gänßler CC BY-SA 3.0

Der Ort mit 300 Einwohnern ist Teil der Gemeinde Grabfeld, Kreis Schmakalden-Meiningen im Südwesten von Thüringen.

Ende des 18. Jahrhunderts lebten in Bauerbach nachweislich mehrere jüdische Familien. Ein großer Teil wohnte außerhalb des Dorfes im sog. Judenbau bzw. Judenhof, als Schutzjuden der zuständigen Ortsherrschaft. Eine ca, 1824 erbaute Synagoge wurde dann 1891 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Dieser Bau, in zwischen zu einem Wohnhaus umgebaut, existiert bis zum heutigen Tage.
Ende des 19. Jahrhunderts verließ der größte Teil der Juden den Ort und siedelte sich in den Städten an bzw. wanderte ins Ausland aus.1933 zu Beginn der NS-Zeit wohnten nur noch wenige Personen jüdischen Glaubens im Ort 1942 wurden die letzten Juden deportiert und in den Lagern ermordet.


Der jüdische Friedhof

Der Ort Bauerbach

Vermutlich seit 1835 besaß die jüdische Gemeinde einen eigenen Friedhof. Er liegt auf einer waldigen Anhöhe und umfasst eine Fläche von 2700 m². Mit etwa 365 erhaltenen Grabsteinen gehört er zu den großen Begräbnisstätten der Region.Der Friedhof wird in gutem Zustand gehalten.


Quellen und Literatur zu Bauerbach

Schwierz, Israel: Zeugnisse jüdischer Vergangenheit in Thüringen. Eine Dokumentation, hrg. von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, Sömmerda 2007,  (online-Ausgabe)

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/a-b/349-bauerbach-thueringen

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_(Bauerbach)

Autoren: Fotos:  Ruth Knester, Ilvesheim, Text: Dietrich Bösenberg, Donauwörth, 12/2018

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