Meiningen

Juden in Meiningen

Wappen von Meiningen aus wikipedia gemeinfrei

Meiningen liegt im Südwesten  von Thüringen an der Werra. Mit ihren rund 21000 Einwohnern steellt di einstige Residenzstadt bis heute ein wichtiges wirtschaftliches und kulturelles Zentrum dar.

Historische Quellen bezeugen, dass schon im 13. Und 14. Jahrhundert Juden in Meinigen lebten. Die Gemeinde samt ihrer Einrichtungen (Synagoge, Friedhof (?)) erlitt immer wieder Verfolgungen und hörte schliesslich auf zu existieren.

Erst ab etwa 1840 durften sich Juden wieder niederlassen und es entstand eine rasch wachsende jüdische Bevölkerung. 1840 wurde die israelitische Kultusgemeinde gegründet. Bald danach entstand auch eine neue Synagoge. In der NS-Zeit wurde die jüdische Gemeinde vollständig ausgelöscht und die Synagoge im November-Pogrom 1938 zerstört.


Der Alte Jüdische Friedhof in Meiningen

Rundgang auf dem Friedhof

1870 weihte die jüdische Gemeinde ihren neuen Friedhof ein, nachdem bis dahin die Verstorbenen auf den Friedhöfen der umliegenden Dörfer bestattet worden waren.

Der neue Friedhof hat eine Fläche von 25 ar, darauf sind bis heute 150 Grabsteine erhalten. Israel Schwierz beschreibt den Friedhof wie folgt:“

Die Begrenzung des Friedhofs wird teilweise durch eine Mauer, einen Holzzaun und eine Hecke (und im oberen Teil durch ein Leichenhaus) gebildet. Auf der rechten Seite (vom Eingang aus gesehen) ist der jüdische Friedhof gegen den christlichen durch eine Steinmauer abgegrenzt. 
Aufgeteilt ist der Friedhof in drei Teile auf verschiedenen Ebenen. Es befinden sich dort Grabsteine aus allen Epochen von 1874 bis 1941. Auf der mittleren Fläche (von der unteren Fläche durch sechs Stufen zu erreichen) befinden sich keine Gräber. Dort sind aber auf der rechten Seite (an der Mauer zum christlichen Friedhof) heute noch – leider nicht mehr lesbar – die Überreste eines Denkmals für die jüdischen

Gefallenen des Ersten Weltkrieges erkennbar, auf der linken Seite ein heute nicht mehr genutzter separater Eingang. Der Friedhof ist mit zahlreichen Laubbäumen (Linden, Flieder) bewachsen. Ein früherer Mittelgang (= Lindenallee) ist auch jetzt noch gut zu erkennen.“

Weitere Ansichten


Quellen und Literatur zu Meiningen

Schwierz, Israel: Zeugnisse jüdischer Vergangenheit in Thüringen. Eine Dokumentation, hrg. von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, Sömmerda 2007,  (online-Ausgabe)

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/m-o/1293-meiningen-thueringen

https://de.wikipedia.org/wiki/Jüdischer_Friedhof_(Meiningen)

Autoren: Fotos:  Ruth Knester, Ilvesheim, Text: Dietrich Bösenberg, Donauwörth, 12/2018

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