Kleinheubach

Juden in Kleinheubach

Die ehemalige Synagoge

In der kleinen Marktgemeinde leben heute ca. 3500 Einwohner. Sie liegt am Main, unweit von Miltenberg.

Juden haben sicher schon vor 1336 in Kleinheubach gelebt, wie aus schriftlichen Zeugnissen hervorgeht. Sie fielen vermutlich den Unruhen und Verfolgungen im 14. Jahrhundert zum Opfer. Erst 1677 sind erneut Niederlassungen von jüdischen Händlern erwähnt. Die damals entstandene Gemeinde eine bereits eine Synagoge, eine Mikwe und einen Friedhof.
Eine neue Synagoge wurde 1808 errichtet, das Gebäude ist erhalten und wurde renoviert.
Mitte des 19. Jahrhunderts lebten in Kleinheubach ca. 140 Juden und sie stellten damit fast 10% der Dorfbevölkerung. Dann setzte eine starke Abwanderung ein, sodass 1933 nur noch 36 jüdische Bürger hier gewohnt haben. 1942 war kein Jude mehr im Ort.


Der Friedhof in Kleinheubach

Auf dem Weg zum Friedhof

Schon um 1730 wurde ein jüdischer Friedhof im Gemeindewald angelegt. Er hat eine Fläche von 2860 m² und besteht aus zwei Teilen, die rechtwinklig zueinander angelegt sind. Im älteren Teil sind zahlreiche schöne alte Grabsteine erhalten, oftmals aus dem heimischen Sandstein gefertigt. Die stelenartigen Steine  tragen zumeist hebräische Inschriften. 186 Grabsteine sind erhalten.

Eindrücke vom Friedhof

weitere Bilder vom Friedhof


Quellen und Literatur

Schwierz, Israel, Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern, München 1988

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/k-l/1069-kleinheubach-unterfranken-bayern

http://ikg-bayern.de/rsfr_1.html

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_(Kleinheubach)

http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/FRIEDHOF/Bayern/f-bayern.htm#Kleinheubach

http://www.landjudentum-unterfranken.de/dokumentation-juedischer-frie

Autoren: Fotos Heiner Knester, Ilvesheim, Text Dietrich Bösenberg, Donauwörth 2017

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