Oberwaldbehrungen

Juden in Oberwaldbehrungen

Oberwaldbehrungen ist Teil der Stadt Ostheim vor der Rhön. Es liegt in Bayern und gehört zum unterfränkischen Kreis Rhön – Grabfeld.

Die erste Ansiedlung von Juden erfolgte im 18. Jahrhundert und wurde von den Landesherren gefördert. Als Oberwaldbehrungen nach 1800 an Bayern fiel, ließen sich viele mittellose Juden im Dorf nieder.

In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurden einzelne Juden wohlhabend. Eine Synagoge wurde gebaut. Ebenso bestand eine Elementarschule.


Der jüdische Friedhof von Oberwaldbehrungen

Lage:
Der Friedhof liegt 1500m vom Ortsteil Oberwaldbehrungen entfernt auf dem Hübig (433m) im Wald hinter einer Ferienhaussiedlung. Das Gräberfeld hat einen etwa rechteckigen Grundriss, dessen Schmalseite nach Nordwest ausgerichtet ist. Die Grabsteine sind nach Nordosten gerichtet. Der nordwestliche Teil des Friedhofs ist belegt und mit einer Mauer umgeben, der südöstliche Teil ist frei und mit Lattenzaun geschützt. Das mit Mauern eingefasste eiserne Tor befindet sich in der Mitte der langen Nordostseite. Bei allen meiner Besuche seit 2010 war der Friedhof frei zugänglich.

Geschichte:
Der Friedhof wurde 1842 angelegt. Vorher wurden die Bestattungen in Kleinbardorf oder Neustädtles vorgenommen.1) Der älteste von mir 2017 gesichtete Grabstein datiert von 1863. Der Friedhof wurde mehrfach geschändet, so auch 1985.2)


Quellen & Literatur

http://www.franken-wiki.de/index.php/Juden_in_Oberwaldbehrungen

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/m-o/1501-oberwaldbehrungen-unterfranken-bayern

1) Reinhold Albert: Jüdische Friedhöfe im Landkreis Rhön-Grabfeld, Bad Neustadt a.d. Saale 2015

2) ebd.

Bilder und Texte: Norbert Brinkmann, Frankfurt, Texte, Layout: Gisela&Wolfgang Heumann, 12_17

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