Bremervörde

Juden in Bremervörde

Das Wappen der Stadt Bremervörde * Wikipedia gemeinfrei

Die ersten Juden siedelten sich hier um die Mitte des 18. Jhd. an. Die kleine Gemeinde hielt ihre Gottesdienste bis 1936 in Privathäusern ab. Die umliegenden Gemeinden gehörten auch zu Bremerhaven.

Durch Verfolgung, Abwanderung und Ermordung verschwanden 41 Juden aus Bremerhaven. Eine Tafel im Ort erinnert an sie.

Im Ort gibt es ab 2000 wieder eine kleine jüdische Gemeinde.


Der jüdische Friedhof von Bremervörde

Über die B 71/74 von Bremen bzw. Bremerhaven kommend biegt man knapp 1,5 km nach dem Ortsschild links ab in die Waldstraße Richtung Islersheim-Abbenseth (K 105). Am Ende eines Waldstücks auf der linken Seite liegt gegenüber dem Haus Waldstraße 206 ebenfalls links eine Kriegsgräberstätte aus dem I. Weltkrieg. Direkt daneben, im Wald liegt der Friedhof.

Der Friedhof „An der Höhne“, der auf das Jahr 1767 zurückgehen soll, ist ca. 1000 m2  groß und umfaßt heute 25 Grabsteine aus den Jahren 1831 bis 1934, dazu zwei Sockel ohne Grabstein. Die Mehrzahl der Inschriften wurden mit schwarzer Farbe nachgezogen.

Bemerkenswert die Abbildung eines Schmetterlings in zahlreichen Giebelfeldern.

2010 wurde auf dem Friedhof eine Gedenktafel mit den Namen von 41 vertriebenen oder ermordeten Juden aus Bremervörde angebracht

Der Friedhof ist gepflegt.


Quellen und Literatur

Gymnasium Voerde, 1991: http://www.gymbrv.de/phocadownloadpap/juden_brv2.pdf

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/a-b/468-bremervoerde-niedersachsen

Text und Fotos: Dr. Hans-Peter Laqueur, 2007; Texte, Layout: Gisela&Wolrfgang Heumann, 1-2019

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