Schwanewede

Juden in Schwanewede

Das Wappen von Schwanewede * Wikipedia gemeinfrei

Schwanewede ist ein kleiner Ort etwa 20 km nordwestlich von Bremen. Über die Ansiedlung von Juden ist in der Literatur wenig bekannt. Es müssen jedoch im Ort und in den benachbarten Orten bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts Juden gewohnt haben, denn im Jahre 1815 wurde der Friedhof nachweislich genutzt. Um das Jahr 1900 wird ein großes Kaufhaus gegründet, das bis 1935 in der Hand der jüdischen Besitzer war und dann „arisiert“ wurde. Die Familie der Besitzer wurde zum größten Teil ermordet.


Der jüdische Friedhof von Schwanewede

Der Friedhof von Schwanewede ist vermutlich gegen Ende des 18. Jahrhunderts gegründet worden. Der älteste Grabstein stammt aus dem Jahre 1815, der jüngste aus dem Jahre 1924. Die letzte Beerdigung soll im Jahre 1941 stattgefunden haben. Heute stehen noch 110 Grabsteine auf dem Gelände. Der Friedhof diente nicht nur den Juden aus Schwanewede sondern auch aus den umliegenden Orten als Begräbnisplatz.

Der Friedhof liegt im Ortsteil Koppelsberg. Man durchfährt Schwanewede nordwärts auf der Straße Heidkamp/Damm (L 134) in Richtung Meyenburg und Uthlede. In Koppelsberg zweigt bei einer Bushaltestelle links die Straße Koppelsberg und rechts die Straße Am Spreeken ab. Der Friedhof liegt auf der rechten Seite, auf der Ecke zwischen  Am Spreeken (hier auch der verschlossene Eingang) und der Hauptstraße.

Der Friedhof ist gepflegt.


Quellen und Literatur

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdischer_Friedhof_(Schwanewede)

Bombach, Jürgen, Historische Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen, Göttingen 2005,

http://www.jüdische-gemeinden.de/index.php/gemeinden/a-b/467-bremen

Fotos und Text: Dr. Hans-Peter Laqueur, 2007; Texte und Layout: Gisela&Wolfgang Heumann, 5-2019

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